Arndt  an  Gneisenau.
Januar  1814.

Ew.  Exzellenz  grüße  ich  auf  Frankreichs  Boden  ...
Auch  ich  führe  meinen  Krieg  auf  meine  Weise  fort  und  suche
für  unser  braves  Dolk  ein  paar  menschliche  Brosamlein  von
Ideen  in  die  Welt  zu  schwärzen;  ich  fühle  oft,  daß  dies  eine
herbe  Bestimmung  ist,  und  habe  nur  zu  häufig  Gelegenheit,
recht  tief  in  den  schwarzen  Abgrund  nichtswürdiger  und  bübischer
  Seelen  zu  blicken.  Dielleicht  faßt  man  mich  mal  beim
kKragen;  ich  bin's  gewärtig  und  halte  mich  nicht  besser  als
so  viele  Brave  und  Redliche,  die  schon  aus  höheren  Regionen
  auf  den  kleinlichen  Krieg  der  Erde  herabblicken.

Hürst  Schwarzenberg  an  seine  Frau.
Desoul,  12.  Januar  1814.

Der  Leind  hat  in  Langres  einige  Tausend  Mann  gesammelt;
  ich  erwarte  hier  mit  Ungeduld  meine  Reserven.
Aber  warum  glaubst  du  wohl,  daß  sie  noch  nicht  hier  sind?
—  Unn  wisse,  daß  am  13.  Januar,  das  heißt  am  1.  Januar
des  russischen  Kalenders,  vor  einem  Jahre  der  Naiser  Klexander
  an  der  Spitze  seiner  Garden  über  den  Uiemen  ging:
darum  findet  er  es  gar  poetisch,  an  dem  1.  Januar  des
russischen  Kalenders  heuer  ebenso  über  den  Rhein  zu  setzen,
und  das  ist  die  Ursache,  warum  meine  Reserven  am  Rhein
stehen,  während  mein  Hauptquartier  in  Desoul  ist.  So  muß  ich
kommandieren.  Wenn  der  Himmel  mich  nicht  schützt,  oder
der  Krieg  bald  ein  Ende  nimmt,  so  muß  doch  enodlich  eine
böse  Katastrophe  einmal  statthaben.  Das  Marionettenspielen
in  so  wichtigen,  das  Schicksal  Europas  entscheidenden  Epochen
ist  wirklich  ekelhaft!

Blücher  an  seine  Srau.
St.  Avold,  15.  Januar  1814.
libes  kind
Hhir  bin  ich  nun  in  Srankreich  herein  und  ballde
wird  es  nun  wider  am  Schlagen  gehn,  noch  eine  derbe

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