Boyen  an  Gneisenau  über  Krieg  und  Srieden.
Breda,  19.  Januar  1814.

Die  dauernde  Ruhe  von  Europa,  der  gegenwärtige  Zu—
stand  der  öffentlichen  Meinung  und  die  großen  Opfer,  die
die  Nationen  gebracht  haben,  erfordern  ganz  andere  Grundlagen
  als  die  schon  halb  erfolgte  Annahme  eines  einst  im
Übermut  des  Sieges  dekretierten  Waffenstillstandes.  Aller
Krieg  in  der  Welt  ist  in  der  letzten  Instanz  angesehen
  nichts  anderes  als  das  Bestreben  nach  einem  bessern
Sustande;  stellt  in  der  europäischen  Staatengesellschaft  nicht
Swerge  gegen  Riesen,  verhunzt  nicht  im  Duodezformat  den
Uamen  „Souveränität“  und  Dolk,  legt  den  Begriff  „Nation“
nur  auf  solche  Erdschollen,  die  gemeinsames  handelsinteresse
haben,  durch  keine  fremde  Einwirkung  oder  unvernünftig
gezogene  Grenzen  an  reger  Entwicklung  gehindert  werden,  so
habt  ihr  das  Rezept  eines  dauerhaften  Friedens,  eines  ehrenvollen
  glücklichen  Sustandes  und  kommt  dem  alten  Weiberwunsche
  „ewiger  Friede“,  wahrhaftig  näher,  als  durch  Irr.
philosophie  und  Feigheit.

Blücher  an  hardenberg.
Nancy,  20.  Januar  1814.
Daß  wasser  held  mich  grausahm  in  meinen  operationen  uf.
Die  mosel  ist  über  alle  wiesen  uß  geträten,  doch  haben  meine
braven  Trupen  indessen  iren  march  uf  Tuhl  genomen.  Die  infanterie
  ist  bis  am  unterleib  im  wasser  gezogen.  Der  Feind
zieht  sich  in  eil  uf  Thalon,  2  Qanonen  und  400  gefangene
sind  in  Tuhl  genomen.  Behindert  daß  wasser  nicht  unser
vordringen  da  ich  kein  attellerie  fohrt  bringen  kan,  so  sollen
sie  noch  besser  har  lassen.  morgen  marchire  ich  selbst  uf
Tuhl.  Das  vollck  Empfengt  uns  aller  ohrten  mit  Sreuden,
ich  hallte  strenge  manßzucht,  um  alles  in  guhter  Stimmung
zu  erhallten.

Gneisenau  an  den  Hreiherrn  vom  Stein.
Dammartin  le  St.  Père,  27.  Januar  1814.
Man  lasse  sich  nicht  durch  Dorspiegelung  täuschen,  der

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