Blücher  zum  jungen  Kronprinzen  Friedrich  Wilhelm
von  Hreußen  auf  dem  Schlachtfeld  von  Brienne  (La  Rothière).
2.  Sebruar  1814.

„Hhier  sehen  Sie,  mein  gnädigster  herr,  die  Jolgen
des  Krieges.  Wird  indes  der  Krieg  so  gerecht  geführt,  als  der
unfsrige,  so  heiligt  der  Sweck  die  Mittel;  wird  er  aber  aus
habsucht,  Herrschsucht  und  anderen  Motiven  geführt,  dann
wird  jeder  Tropfen  Blut  der  Eefallenen,  spät  oder  früh,
zum  siedenden  Gl  auf  dem  Gewissen  des  Regenten.“  Der
König,  welcher  dicht  vor  ihnen  ritt,  wandte  sich,  als  er
dies  hörte  und  sagte:  „Danke  recht  herzlich  für  die  gute
Lehre,  mein  Sohn  wird  sie  gewiß  nie  vergessen.“

(Nach  Blasendorff,  Blücher.)
Hürst  Schwarzenberg  über  Blüchers  Drängen  nach
Daris.
Ende  Januar  18134.
Blücher  und  Gneisenau  —  denn  der  gute  Alte  muß  seinen

Uamen  leihen  —  treiben  mit  einer  so  wahrhaft  kindischen
Wut  nach  Haris,  daß  sie  alle  Regeln  des  Krieges  mit  Füßen
treten.  (ach  Blasendorff,  Blücher.)

Blücher  und  sein  TChampagner.

Graf  Wilhelm  Schwerin  erzählt:  Der  alte  HLeldmar-=schall
  hatte  unterdessen  noch  andere  Sorgen.  Tag  und  Nacht
lag  ihm  sein  sogenannter  Ahampagnerwagen  in  dem  Sinn
und  das  Schreckbild,  ihn  in  die  Hände  des  Heindes  fallen
zu  sehen.  Unaufhörlich  lag  er  Gneisenau  darum  an,  dem  er
aber  die  Wichtigkeit  der  Sache  durchaus  nicht  einleuchtend
machen  konnte.  „Uun,  Eneisenau“,  hieß  es  dann,  „wo  ist  nun
wohl  mein  Thampagnerwagen?"  —  „Ja,  das  weiß  ich  nicht,
Exzellenz.“  —  „Ihr  habt  ihn  doch  wohl  auf  recht  sichern
Wegen  gehen  lassen?"  —  „„Jetzt  gibt  es  gar  keinen  sichern
Weg;  sie  können  uns  alles  hinter  dem  Rücken  wegnehmen.“  —
„Den  Uausend  auch,  wenn  ihn  nun  die  SFranzosen  kriegten!“
—  „Ich  wollte,  sie  hätten  ihn  schon,  dann  wären  wir  die  Not
um  ihn  einmal  los.“  —  „Ja,  Ihr  sagt  das  wohl  so“,  meinte

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