kür  verfahren  ließ.“  Diese  allgemeine  Bewaffnung  ist  der
Drüfstein  und  das  Schreckbild,  an  welchem  ihre  Gesinnungen
und  Besorgnisse  sich  erweisen

Kommt  es  nicht  zu  dieser  Begründung  lder  Mittel,  ein
Reichsoberhaupt  zu  bestellen],  so  bleibt  Deutschland,  was
es  war  —  ein  TLand  der  kleinlichsten  Interessen,  der  Intrigue
  aller  Fremdlinge  von  Osten  zu  Westen,  welche  seine
souveräne  Serstückelung  benutzen.  Die  Nation  selbst  aber
bleibt  ohne  politischen  Gehalt,  Württemberger  und  Darmstädter,
  aber  keine  Deutsche:  der  Moment  einer  großen  Wiedergeburt
  geht  vorüber,  und  alle  Erniedrigung  ist  zu  fürchten.

Die  Niederlagen  Blüchers  an  der  Marne
vom  10.  bis  zum  14.  Februar  1814.

Uach  dem  Sieg  Blüchers  bei  Brienne  trennten  sich  die  Derbündeten.
  Blücher  zog  gegen  Norden  an  die  Marne,  wo  er  mit  Dorck
zusammentreffen  wollte.  Dadurch  auf  50000  Mann  verstärkt,  wollte
er  den  soeben  vom  Uiederrhein  kommenden  Marschall  Macdonald
bis  gegen  Haris  treiben.  Schwarzenberg  seinerseits  folgte  der  bei
Brienne  geschlagenen  französischen  Hauptarmee  so  langsam,  daß
er  innerhalb  acht  Tagen  nur  sechs  Meilen  machte.  Rapoleon
aber  beschloß,  seinem  gefährlicheren  Gegner,  Blücher,  nachzuziehen;
er  brach  am  7.  Sebruar  mit  den  40000  Mann  der  Marschälle  Ney
und  Mortier  an  die  Marne  auf  und  vereinigte  sich  bei  Uogent  an
der  Seine,  südöstlich  von  Daris,  mit  Marmont.  Der  Kaiser,  als
Leldherr  niemals  größer  als  in  diesem  Krieg,  bereitete  die  vernichtenden
  Schläge  auf  Blücher  vor,  der  längs  der  Marne  im  Norden
auf  der  Straße  von  Chalons  nach  Paris  zog.  Und  es  gelang  RNapoleon,
  Blüchers  vereinzelt  marschierende  Korps  vom  10.  bis
zum  14.  Februar,  eines  nach  dem  andern,  zu  schlagen  und  furchtbar
  zu  schwächen.  Km  10.  Februar  rieb  UNapoleon  die  russische
Division  Olzuwief  bei  Champ  Zubert  auf  und  drängte  sich  zwischen
die  andern  UKorps  des  Schlesischen  Heers.  Km  11.  schlug  er  das
KXo#ps  Sacken  bei  Montmirail;  nur  Norck  rettete  es  vor  dem
Untergang.  Am  12.  warf  Napoleon  die  Nachhut  Norcks  bei
Thäteau  Thierry.  Am  14.  schlug  er  Blücher  selbst,  der  von  den
Unfällen  seiner  Generale  noch  keine  Kunde  hatte,  bei  Dauchamps
und  Etoges.  Der  Rückzug  auf  den  Wald  von  Etoges  brachte
„Blücher,  Gneisenau,  Kleist  und  Grolman  in  die  Gefahr  des  Untergangs.
  Kber  ihre  und  ihrer  Truppen  heroische  Tapferkeit  rettete
dem  Befreiungswerk  seine  Führer.  In  den  fünf  Tagen  hatte
hlucher  15000  Mann  nebst  vielem  Geschütz  verloren.  Diese
Katastrophe  war  vom  KNaiser  Franz  und  Metternich  verschuldet,
der  dem  Sürsten  Schwarzenberg  schon  am  2.  Sebruar  den  geheimen
  Befehl  gegeben  hatte,  die  Seine  nicht  zu  überschreiten.

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