anstürmen.  Mehrere  eilten  ihm  nach;  die  Reiter  kehrten  um.
Jenseit  lhampaubert  hielten  wir  auf  einer  Wiese,  die  durch
grüne  hecken  von  der  Landstraße  rechts  getrennt  war;  der
Wald,  welcher  von  hier  nach  Etoges  hin  die  Straße  einschloß,
lag  noch  in  bedenklicher  Entfernung  vor  uns;  die  letzten  sich
zurückziehenden  russischen  Kanonen  verloren  sich  in  den  Wald
hinein;  zwei  Bataillone  preußischer  Truppen  waren  auf  der
Wiese  zu  unserem  Schutze  aufgestellt,  eine  Kanone,  von  einem
russischen  Offizier  bedient,  war  zu  unserer  Bedeckung  zurückgeblieben.
  Der  Feind  drängte  immer  mehr,  der  Kugenblick,
wo  es  unmöglich  werden  mußte,  den  naheliegenden  Wald  und
unsere  Truppen  zu  erreichen,  näherte  sich.  Das  Bataillon  behauptete,
  ein  Karree  bildend,  mit  bewunderungswürdiger
Ruhe  seine  Stellung;  der  russische  Offizier  lud  seine  Kanone,
schoß  sie  ab  und  lud  sie  wieder;  [Generalquartiermeister]  von
Müffling  hielt  in  der  Nähe,  und  jener  fragte  ihn,  in  welcher
Richtung  er  schießen  solle.  Schon  hörten  wir  die  ußerung:
„Wir  müssen  uns  auflösen,  ein  jeder  rette  sich,  wie  er  kann.“)
Man  hatte  die  Kbsicht,  unter  jeder  Bedingung  den  Feldberrn
zu  retten,  um  ihn  wollten  sich  die  Dorzüglichsten  sammeln,
die  übrigen  möchten  dann  zu  entkommen  suchen.  Ich  hörte
aber  von  Müffling  laut  rufen:  „Wir  müssen  alle  beisammen
bleiben.“  Das  hauptquartier  stellte  sich  schnell  in  Reih  und
Elied,  die  Bataillone  wehrten  sich  noch  unverdrossen
gegen  alle  Angriffe;  der  russische  Offizier  richtete  unerschrocken
  seine  Schüsse  gegen  den  Feind,  und  wir  stürzten  in
vollem  Galopp  auf  den  vor  uns  stehenden  Feind  los.  Dieser
wich  zurück,  er  hatte,  glaube  ich,  einen  solchen  Anfall  nicht
erwartet,  dachte  vielleicht,  da  die  Dunkelheit  nicht  erlaubte,
die  Sahl  der  Truppen  zu  übersehen,  daß  wir  eine  plötzliche
hilfe  erhalten  hätten.  Wir  erreichten  glücklich  den  Wald.  Kuf
der  Chaussee,  welche  durch  diesen  führte,  zogen  die  letzten
russischen  Kanonen  fort;  wir  lösten  uns  wieder  auf  und
ritten  einzeln,  wie  wir  konnten,  rechts;  links  drängten
feindliche  Reiter  auf  uns  ein,  aber  der  Raum  war  zu  eng,

*)  General  Muũffling  bestreitet  in  seinen  Erinnerungen,  daß
eine  solche  Bemerkung  gefallen  sei.

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