und  warf  sich  auf  den  Kronprinzen  von  Württemberg,  der  bei
Montereau  (am  Einfluß  der  Nonne  in  die  Seine)  in  schlechter
Stellung  stand,  und  rieb  am  18.  Februar  dessen  Morps  zur  Hälfte
auf.  Jetzt  brachen  die  verbündeten  Monarchen,  das  haupt.
quartier  und  Metternich  in  die  Knie.  Der  Rückzug  wurde  angetreten.
  Entmutigt  und  hungernd  schleppten  sich  die  Truppen
der  verbündeten  Hauptarmee  nach  Troyes  an  der  Seine  zurück.
Kuch  Blücher  wurde  von  Schwarzenberg  herangezogen.  Km  25.
Februar  verließen  die  Monarchen  und  Schwarzenberg  Troyes.
Am  24.  waren  sie  in  Bar  an  der  Kube;  am  gleichen  Tage  zog
Uapoleon  in  Uroyes  ein.  Und  weiter  rückwärts  sollte  es  gehen:
von  Troyes  nach  Chaumont  an  der  obern  Marne.  Es  winkte  wieder
  das  unselige  Dlateau  von  Langres.  Napoleon  selbst  rettete
die  Sache  der  Derbündeten.  Schon  nach  seinen  Siegen  über
Blücher  hatte  er  ihre  SFriedensbedingungen  weit  von  sich  gewiesen.
  Jetzt  gar  war  an  Hrieden  mit  ihm  nicht  zu  denken.
In  dem  Kriegsrat  des  verbündeten  Hauptquartiers  vom  25.  Se—
bruar  zu  Bar  an  der  Zube  wurde  beschlossen,  daß  das  Schlesische
heer  unter  Blücher  nordwärts  marschieren,  sich  mit  den  beiden
Korps  von  Bülow  und  Wintzigerode  vereinigen  und  gegen  Daris
vorrücken  solle.  Diese  Entscheidung  hatte  Friedrich  Wilhelm  III.  mit
erringen  helfen.  Die  Krmee  Schwarzenbergs  war  als  hauptarmee  abgedankt.
  Damit  war  der  Erfolg  endlich  gesichert,  und  die  Uiederwerfung
  Uapoleons  nur  mehr  eine  Frage  kurzer  Seit.  Frankreich  selbst
war  des  Krieges  übermüde.  Uapoleons  Landwehr  kam  nie  zustande.

Uapoleon  an  seinen  Bruder  Josef

nach  dem  Sieg  über  die  Verbündeten  bei  Montereau.  Josef
Bonaparte,  der  frühere  König  von  Spanien,  vertrat  den  laiser  in
Daris.

18.  Februar  1814.

Mein  Bruder!  Endlich  hat  uns  Fürst  Schwarzenberg  ein
Lebenszeichen  gegeben.  Er  hat  einen  Parlamentär  geschickt,
um  eine  Waffenruhe  zu  verlangen.  Es  ist  schwer,  in  dem  Maße
feige  zu  sein.  Beständig  hatte  er  in  den  beleidigensten  Kusdrücken
  jede  Art  von  Waffenstillstand  abgelehnt,  nicht  einmal
meine  Harlamentäre  wollte  er  empfangen,  als  Danzig,  als
Dresden  sich  ergab,  eine  Ungeheuerlichkeit,  dergleichen  man
in  der  Geschichte  nicht  kennt.  Und  bei  der  ersten  Schlappe  sinken
  diese  Elenden  in  die  Knie.  .  .  Daffenstillstand  bewillige
ich  nicht,  bevor  sie  nicht  mein  Gebiet  geräumt  haben.  —  hätte
ich  die  alten  Grenzen  unterzeichnet,  so  wäre  ich  zwei  Jahre
später  zu  den  Waffen  geeilt  und  hätte  der  Nation  gesagt,
was  ich  unterschrieben,  sei  kein  Friede,  sondern  eine  Kapitulation
  gewesen.  Uach  dem  neuesten  Stand  der  Dinge  könnte

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