Napoleon  sich  selbst  nach  mehreren  CGewaltmärschen  im  Rücken
der  Derbündeten  auf  Paris  gewendet.  Es  war  zu  spät.  Su  spät  auch
für  Derhandlungen.  Er,  der  alle  Friedensvorschläge  trotzig  zurückgewiesen,
  hatte  am  15.  März  dem  Kongreß  zu  Chätillon  seine  vorschläge
  mitgeteilt,  —  sie  waren  nicht  mehr  beachtet,  und  der

ongreß  am  17.  März  geschlossen  worden.  Schon  am  13.  März
hatten  im  Bündnis  von  Ahaumont  Rußland,  Preußen  und  csterreich
ein  Kriegsbündnis  auf  20  Jahre  vereinbart.  #ls  am  30.  März
die  Schlacht  von  Daris  und  die  Erstürmung  des  Montmartre  über
das  Schicksal  Frankreichs  entschied,  stand  NMapoleons  Heer  25  Meilen
  von  der  hauptstadt  entfernt.  Km  30.  März  abends  traf  er,
der  persönlich  seinem  Heer  vorausgeeilt  war,  zwei  Meilen  südlich
von  Daris  auf  zurückmarschierende  Truppen  und  hörte  von  dem
Kusgang  der  Schlacht.  Er  ließ  sein  Heer  halten  und  ging  nach  Fontainebleau.
  Km  31.  März  zogen  die  Verbündeten  in  Haris  ein,
umjubelt  von  dem  wankelmütigen  volk.

Das  Susammentreffen  des  Bülowschen  mit  dem
Dorckschen  Korps
in  Soissons  am  4.  März  1814.

Reiche  erzählt:  Es  war  ein  schöner  und  wahrhaft  erhebender
  Moment,  als  wir  mit  unsern  vaterländischen  Brüdern,
mit  denen  wir  aus  ganz  entfernten  Gegenden  zusammentrafen,
uns  vereinigt  sahen.  Freude  strahlte  aus  eines  jeden  KZuge,
herzlich  willkommen  begrüßten  wir  uns  gegenseitig.  Richt
wenig  Staunen  und  Derwunderung  erregte  aber  beiderseits
der  erste  Anblick.  Unsere  Leute  lvom  Norps  Bülow]  waren
im  besten  Sustande,  wohl  gekleidet  und  genährt,  hatten  einen
leichten,  glücklichen  Feldzug  lin  Holland!]  gemacht  und  befanden
  sich  in  der  besten  Kriegsverfassung.  Jene  [Horcks  Leutel
gewährten  einen  höchst  traurigen  Kublick.  Durch  unaufhörliche,
  angestrengte  Märsche,  Biwaks,  tägliche,  meist  unglückliche
  Gefechte,  Strapazen  und  Entbehrungen  aller  Krt  abgerissen,
  fast  ohne  Fußbekleidung,  waren  sie  so  heruntergekommen,
  daß  man  sich  kaum  eine  Dorstellung  davon  machen
konnte.  Wie  es  bei  solchen  Gelegenheiten  zu  geschehen  pflegt,
so  schob  man  die  Schuld  davon  auf  die  Krmeeführung,  daß
die  Truppen  durch  hin=  und  hermärsche  und  oft  auf  das
Ungewisse  hinaus  nicht  selten  unnötig  fatiguiert  worden

wären.
(von  Reiche,  Memoiren.)

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