von  Marmont  und  die  Kavallerie  von  Arrighi  gänzlich  zersprengt
  wurden.  Gewiß  aber  würde  der  Erfolg  dieses  nächtlichen
  Überfalls  nicht  so  glänzend  gewesen  sein,  wenn  nicht
General  von  Sieten  mit  der  Kavallerie  die  Kttacke  in  Flanke
und  Rücken  des  Feindes  vervollständigt  hätte.  Wie  das  alles
eigentlich  herging,  läßt  sich,  da  es  sehr  finster  war,  schwer
beschreiben.  General  Sieten  hatte  zwei  Treffen  formiert.
Das  erste  Treffen  führte  er  und  General  Jürgas,  das  zweite
ward  mir  gegeben,  mit  dem  Befehl,  zu  soutenieren  und  immer
in  Masse  zu  bleiben.  Es  mochte  wohl  nach  10  Uhr  sein,  als
die  Kttacke  des  DPrinzen  Wilhelm  begann;  der  letzte  Rest  des
Dorfes  Kthis  fing  sogleich  an  zu  brennen,  was  aber  eigentlich
ein  Elück  war,  denn  es  diente  uns  zur  Richtschnur.  In  dem
nämlichen  Kugenblick  attackierte  auch  General  Jürgas  mit  den
lithauischen  Dragonern  und  dem  3.  Ulanenregiment  auf  die
Thaussee  los,  die  von  Laon  über  Zthis  nach  Rheims  ging.
Unn  hörte  man  feuern,  hurra  rufen,  trommeln  (immer  unsern
preußischen  Geschwindmarsch),  das  Rasseln  der  Kanonen  und
Dulverwagen,  die  auf  der  (haussee  flüchten  wollten  usw.
Dabei  ging  es  immer  unaufhaltsam  vorwärts.  Man  kann  sich
denken,  wie  konfus  der  Seind  war,  denn  mehrere  hellblaue
Dusaren  kamen  auf  uns  los,  in  dem  Glauben,  wir  wären  ihre
Leute,  und  wurden  so  zum  Teil  niedergehauen.  Oberst  Below
an  der  Spitze  der  Dragoner  mit  seinem  Kdjutanten  nahm
einem  feindlichen  Doppelposten,  der  sie  für  Franzosen  hielt,
die  Gewehre  aus  den  händen.  So  gelangte  die  Kavallerie  bis
unweit  der  Chaussee  von  Rheims,  wo  sie  auf  abgesessene
feindliche  Eskadrons  stieß.  Die  Dragoner  stürzten  sich  auf  sie,
zersprengten  sie  und  erbeuteten  mit  leichter  Mühe  das  feindliche
  Geschütz,  und  als  auch  die  Kavallerie  des  zweiten  Korps
und  der  General  von  Röder  die  feindlichen  Eskadrons,  auf
welche  sie  stießen,  über  den  haufen  geworfen  hatten,  war  die
Hlucht  allgemein.  Unter  andern  ließ  ein  ganzes  Kavallerieregiment
  seine  Kürasse  stehen,  die  nachher  unsere  Garde
du  korps  bekam.

Hranzösische  Kürassiere  hieben  auf  ihre  eigene  Infanterie
  ein;  das  ganze  Seld  war  mit  SHlüchtlingen  besäet,  und

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