Er  ließ  den  Säbel  bringen  und  reichte  ihn  mir.  Infolge
der  Bewegung,  die  mich  hierbei  übermannte,  vermochte  ich  nur
wenige  Worte  des  Dankes  zu  stammeln.  Da  umarmte  er  mich
auf  einmal  und  gegenseitig  umschlungen  küßten  wir  uns  in
überströmenden  Gefühlen.  Dann  forderte  er  mir  noch  das
Dersprechen  ab,  ihn  auf  Elba  zu  besuchen,  sobald  irgendeine
Gelegenheit  mich  nach  Italien  führen  sollte.

So  trennten  wir  uns.  Ich  reiste  mit  den  mir  übergebenen
Dokumenten  unverzüglich  nach  Daris  ab  und  habe  den  Kaiser
nie  wieder  gesehen.  (Memoiren  des  Marschalls  Macdonald.)

Erste  Kbdankung  Napoleons.
Fontainebleau,  4.  Kpril  1813.

Da  die  verbündeten  Mächte  erklärt  haben,  daß  der  Kaiser
Uapoleon  das  einzige  Hindernis  für  die  Wiederherstellung
des  Friedens  in  Curopa  sei,  so  erklärt  der  Kaiser  Uapoleon,
seinem  Eide  getreu,  daß  er  bereit  ist,  zum  Wohle  des  Daterlandes,
  das  von  den  Rechten  seines  Sohnes,  von  denen  der
Regentschaft  der  Kaiserin  und  der  Zufrechterhaltung  der
Gesetze  des  Reichs  unzertrennlich  ist,  vom  Throne  zu  steigen,
Frankreich  und  selbst  das  Leben  aufzugeben.

Sweite  Hbdankung  Napoleons.
Fontainebleau,  11.  Kpril  1814.

Da  die  verbündeten  Mächte  erklärt  haben,  daß  der  Kaiser
Napoleon  das  einzige  hindernis  für  die  Wiederherstellung
des  Friedens  in  Europa  sei,  so  erklärt  der  Kaiser  Uapoleon,
seinem  Eide  getreu,  daß  er  für  sich  und  seine  Erben  auf  die
Uhrone  von  Frankreich  und  Italien  verzichtet,  und  daß  es
kein  persönliches  Opfer  gibt,  selbst  das  des  Lebens,  das  er  nicht
dem  Interesse  Frankreichs  zu  bringen  bereit  wäre.

Napoleons  Kbschied  von  der  Garde,
Fontainebleau,  20.  Kpril  1814.

Soldaten  meiner  alten  Garde,  ich  sage  euch  Lebewohl.
Seit  zwanzig  Jahren  habt  ihr  euch  beständig  auf  dem  Weg
der  Ehre  und  des  Ruhms  gefunden.  In  diesen  letzten  Seiten

Die  Befreiung.  401