wie  in  denen  des  Glücks  habt  ihr  nie  aufgehört,  Muster  der
Tapferkeit  und  der  Treue  zu  sein.  Mit  Männern  wie  ihr  war
unsere  Sache  micht  verloren.  Aber  der  Krieg  wäre  endlos,
er  wäre  zum  Bürgerkriege  geworden,  und  Frankreich  wäre
nur  um  so  unglücklicher  geworden.  Ich  habe  daher  alle  meine
Interessen  denen  des  Vaterlandes  aufgeopfert;  ich  reise  ab.
Ihr,  meine  Freunde,  fahret  fort,  Srankreich  zu  dienen!  Sein
Elück  war  mein  einziger  Gedanke,  es  wird  immer  der  Gegenstand
  meiner  Wünsche  sein!  Beklaget  mein  Los  nicht!  Wenn
ich  eingewilligt  habe,  mich  zu  überleben,  so  geschieht  es,  um
auch  fernerhin  eurem  Ruhm  zu  dienen:  ich  will  die  großen
Dinge  schildern,  die  wir  zusammen  ausgeführt  haben.  Lebt
wohl,  Kinder!  Ich  möchte  euch  alle  an  mein  herz  drücken,  so
laßt  mich  wenigstens  eure  Fahne  küssen!

Bei  diesen  Worten  ergreift  der  General  Delet  den  Kdler  und
tritt  vor.  Napoleon  umarmt  den  General  und  küßt  die  Fahne.  Das
Stillschweigen,  welches  diese  großartige  8zene  bewirkt,  wird  nur
vom  Schluchzen  der  Soldaten  unterbrochen.  Napoleon,  dessen  Rührung
  sichtbar  ist,  macht  eine  Knstrengung  und  fährt  mit  fester  Stimme
fort:

Lebt  nochmals  wohl,  ihr  meine  alten  lefährten!  Möge
dieser  letzte  Kuß  in  eure  Herzen  dringen!

NUapoleon  auf  der  FSahrt  nach  Elba.

Uapoleon  wurde  auf  der  Fahrt  von  vier  Kommissaren  der  Derbündeten
  begleitet:  von  dem  Feldmarschall-Leutnant  Koller  für  csterreich:
  dem  Obersten  ampbell  für  England,  dem  Obersten  Grafen
Truchseh-Waldburg  für  Hreußen  und  dem  General  Erafen  Haul
Schuwaloff  für  Rußland.  Dem  S.  M.  L.  Noller  war  noch  der
Major  Graf  Tlam--Martinitz  beigegeben.  Die  Reise  ging  über
Nevers,  Cyon,  Dalence,  Avignon,  Kix,  Le  Luc  und  Fréjus  an  der
Küste.  Die  Seereise  geschah  unter  britischer  Flagge  auf  dem  „Undaunted“.
  Km  20.  Kpril  war  man  in  Fontainebleau  aufgebrochen,
am  4.  Mai  landete  man  in  Elba.  —  Km  QZnufang  der  Reise  bereitete
  die  Bevölkerung  dem  Gestürzten  Kundgebungen  ihrer  Snmpathie,
  im  Süden  jedoch  geriet  Napoleon  in  gefährliche  und  erniedrigende
  Lagen.

Sowie  man  das  GEebiet  der  Hrovence  betrat,  gab  es
böse  sSeichen.  In  tiefer  Uacht  kam  man  durch  das  Dorf
Mornas,  Departement  Vaucluse;  doch  waren  alle  häuser
erleuchtet,  die  Bewohner  standen  vor  den  Türen,  lautes  Geschrei:
  à  bas  le  tyran,  vive  le  Roil  gellte  den  Durchfahrenden

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