bis  zur  Einnahme  von  Paris  der  Förderer  alles  Guten  gewesen
  war,  so  ging  nun  wieder  —  wie  beim  SFrieden  von
Tilsit  —  alles  Schlechte  von  ihm  aus.  In  Haris,  unter  lauter
Franzosen,  kam  seine  französische  Erziehung  zum  Durchbruch;
er  sah  und  handelte  wie  ein  Franzose  aus  der  früheren,  etwas
  besseren  Seit.  hier,  in  der  Hauptstadt  des  Henri  quatre
wollte  er  nichts  ausüben  wie  générosité,  magnanimité  u.  dgl.,
und  verdarb  alles;  unser  König  ließ  ihn,  wie  immer,  machen,
was  ihm  gefiel,  und  der  Kaiser  von  csterreich  kam  erst  an,  wie
alles  verdorben  war.  Zuch  hatte  Metternich  keine  TLust,  viel
zu  ändern,  denn  er  spekulierte  schon,  wie  er  sich  wieder  mit
Frankreich  alliieren  wollte.  So  erfolgten  die  sonderbarsten
Begebenheiten.  Unsere  siegenden  Truppen  mußten  in  Frankreich
  hungern,  frieren  und  nackt  wieder  herausmarschieren,
wie  sie  hineingekommen  waren.  In  Paris  selbst  wurde  kein
Mann  eingquartiert,  sondern  die  Garden  lagen  auf  den  Straßen,
  die  Offiziere  mußten  für  ihr  Geld  leben.  Dann  ließ
man  die  Kriegsgefangenen  los  und  schickte  sie  nach  Frankreich
hinein,  unsere  Truppen  aber  hinaus,  so  daß  zuletzt  die
HFranzosen  eine  Krt  von  Übermacht  gewannen,  die  alliierten
Offiziere  Mißhandlungen  erfuhren,  und  selbst  die  Monarchen
nicht  sicher  waren.  Den  Bonaparte  setzte  man  als  Jouverän
nach  Elba,  schützte  sein  Leben  unterwegs,  wie  ihn  das  Dolk
ermorden  wollte,  und  gab  ihm  Schiffe,  Waffen,  Soldaten  und
Geld.  (von  der  Marwitz,  Briefe  aus  meinem  Ceben.)

Die  Sustände  in  Paris.

Der  württembergische  General  Neuffer  an  den  König  SFriedrich
von  Württemberg  am  13.  Mai  1814.

Überall  hört  man:  „Wir  sind  nicht  besiegt,  wir  sind  verkauft,
  und  wir  könnten's  den  Fremden  gut  beweisen;  ihre
Anwesenheit  belästigt  uns  und  sie  fürchten  uns,  denn  dieser
Hurcht  allein  verdanken  wir  all  die  Ichonung.“  —  Dorgestern
abend  versammelten  sich  bei  600  Krbeiter  vor  den  Tuilerien,
meistens  Maurer,  und  riefen:  „Brot  oder  den  Kaiser  Navoleon
  !“  Man  hat  mehrere  dapon  arretiert  und  beträchtliche
Summen  Eeldes  bei  ihnen  gefunden.

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