Ludwig  XVIII.  und  sein  hof.

Eraf  Henckel  von  Donnersmarck  war  zum  Empfang  des  Kôönigs
nach  Boulogne  befohlen  worden.  Er  erzählt  unterm  27.  Kpril
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per  König  selbst,  dem  zwar  der  große  Derstand  aus  den
Qugen  leuchtete,  war  außerordentlich  korpulent  und  des  Gebrauchs
  der  Beine  sozusagen  gänzlich  beraubt;  denn,  in
schwarzsamtene  Stiefeln  eingehüllt,  wurde  er  von  zwei  Leuten
geführt  und  wäre  über  einen  Strohhalm  gestolpert.  Er  hatte
eine  Krt  von  blauem  Leibrock  mit  einem  liegenden  roten
Kragen  und  ganz  altmodischen,  hängenden  goldenen  Epauletten.
  Der  ganze  Hof  war  alt  und  abgelebt  und  ebenso  altmodisch
  gekleidet.  (Graf  Henckel  von  Donnersmarck,  Erinnerungen.)

Blücher  an  HFriedrich  Wilhelm  III.
Daris,  im  Kpril  1814.

Wenn  ich  im  Begriff  bin,  der  von  Ew.  Königlichen  Majestät
  Kllergnädigst  erteilten  Erlaubnis  zufolge,  eine  Krmee
zu  verlassen,  deren  Tapferkeit  und  unerschütterlicher  Mut  es
mir  allein  nur  möglich  gemacht,  sie  nach  einer  so  großen
Reihe  fast  immer  siegreicher  Schlachten  und  efechte  von  den
Ufern  der  Oder  bis  in  die  Mauern  von  Daris  zu  führen,
eine  Krmee,  welcher  ich  die  glücklichsten  und  glänzendsten
Kugenblicke  meines  Lebens  verdanke,  so  drängt  sich  am  Ende
meiner  militärischen  Laufbahn  dem  herzen  nur  noch  ein
Wunsch  auf,  um  ganz  den  Becher  des  Elücks  gefüllt  zu  sehen,
womit  die  Dorsehung  so  reichlich  mein  graues  haupt  überschüttet.


Dieser  Wunsch,  Ew.  Majestät  werden  ihn  gerecht  und  natürlich
  finden,  kann  kein  anderer  sein,  als  jetzt,  in  dem  Kugenblick
  des  blutig  errungenen  Friedens,  diejenigen  meiner  braven
Kameraden  belohnt  zu  sehen,  welche  sich  an  so  vielen  Tagen
glorreicher  Entscheidung  die  gerechtesten  Ansprüche  an  die
Kllerhöchste  Gnade  erwarben.

Mein  hohes  AKlter,  meine  von  den  gatiguen  des  Krieges
zerrüttete  Gesundheit  läßt  mich  vielleicht  nur  noch  kurze  Seit
das  Elück  hoffen,  mich  der  sa  herrlich  erkämpften  Gegenwart
freuen  zu  können.

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