Die  Armee  betrachte  ich  wie  meine  Familie,  und  es  würde.
mir  schmerzhaft  sein,  sie  auf  ewig  verlassen  zu  müssen,  ohne
sie  im  Besitz  des  Erbteils  zu  sehen,  welches  ihr  zu  verschaffen
für  mich  heilige  Derpflichtung  ist.

Tlausewitz  über  die  Sukunft  Deutschlands
Klost  bei  Brüssel,  27.  Kpril  1814.

Bonaparte  konnte  besiegt  werden  und  ist  besiegt  worden,
  aber  unser  eigener  Kleinmut  ist  unbesiegbar.  Stahl  und
Eisen  gestaltet  sich  unter  Dulkans  Schlägen,  ein  zäher
Schwamm  behält  seine  Sorm.  Ich  fürchte  statt  irgendeines
Fortschrittes  die  Rückkehr  in  den  alten  Schlendrian.

Gneisenau  an  Clausewitz
über  die  Sustände  in  Haris.

Daris,  14.  Mai  1814.

Unsere  Krmeen  entfernen  sich  täglich  mehr,  während
hier  immer  französische  Truppen  ankommen.  Durch  die  Besatzungen
  der  abgetretenen  Festungen  werden  selbige  sich  noch
immer  vermehren.  Es  befinden  sich  in  diesem  Zugenblick
hier  über  6000  unangestellte  französische  Offiziere,  deren  Insolenz
  täglich  sichtbarer  wird.  Damphlets  verbreiten  sich,  die
Napoleon  zu  rechtfertigen  streben.  Kurz,  es  scheint  mir  viel
Stoff  vorhanden  zu  sein,  wenn  einige  Derwegene  das  entzündbare
  und  treulose  Dolk  in  Bewegung  setzen  wollen.  Dabei  leben
wir  in  der  leichtsinnigsten  Sorglosigkeit.  Keine  Befehle  für
solche  gälle,  nicht  einmal  Sammelplätze  sind  gegeben.  Die
Truppen  liegen  in  Kasernen  zerstreut  umher,  Kavallerie  ist
nicht  vorhanden,  KArtillerie  ist  nicht  aufgefahren,  die  Offiziere
sind  in  Dergnügungen  umherzerstreut.  Es  kann  uns  wirklich
einmal  ein  Schimpf  und  selbst  unserer  Sache  ein  großes  Unglück
  begegnen.

Gneisenau  an  den  preußischen  Gesandten  in  London.
Daris,  15.  Mai  1814.

Der  Kronprinz  von  Schweden  hat  an  den  Derbündeten

als  ein  Derräter  gehandelt.  Wir  haben  die  Beweise  seiner

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