Baiern  gleich  werde;  dieses  will  Vergrößerung  nach  Westen
und  Norden.  Jeder  macht  Ansprüche  bis  auf  die  französischen
  Marschälle,  die  für  ihre  Donationen  entschädigt  sein
wollen.  Man  ist  schwach  genug,  solche  Ansprüche  zu  hören,
Hoffnungen  zu  erregen  und  selbst  bestimmte  Dersprechungen
zu  machen.  Man  nimmt  Heste  von  denjenigen  an,  die  sich
durch  Raub  und  Erpressungen  beschimpft  haben,  und  schämt
sich  nicht,  auf  einem  vertrauten  Suß  mit  denjenigen  zu
leben,  an  denen  das  Blut  ihres  Königs  und  der  Revolution
noch  klebt.  Kurz,  wir  zeigen  uns  des  Glücks,  das  uns  geworden
ist,  keineswegs  würdig.

Kbzug  der  Sranzosen  aus  Hhamburg
Km  28.  Mai  1814.

Agnes  Derthes  erzählt:  Wir  hörten  die  grelle  französische
Pfeife  und  den  kurzen  Trommelschlag.  Es  war  der  General
St.  Cyr,  der  mit  dem  letzten  französischen  Regiment  zum
Steintor  hinauszog.  Die  alte  Hamburger  Bürgerwache  und
einige  Senatoren  begleiteten  die  Franzosen,  damit  der  Höbel
nicht  noch  Unfug  treiben  sollte.  Km  Vor  hielt  St.  Cyr  den
Senatoren  noch  eine  kleine  ZKbschiedsrede.  Das  Oolk  rief:
„Wat  hat  hei  seggt?“  und  einer  der  herren  antwortete:
„He  lett  jug  gröten  un  he  ward  in  sien  Leben  nich  wedder
kamen.“  Da  warfen  sie  hüte  und  Mützen  in  die  Luft,  sprangen
in  die  höhe,  und  die  Welt  ertönte  von  hurrarufen.

(Kufzeichnungen  von  Kanes  Derthes).

Uapoleons  Sohn,  der  König  von  Rom.
Erzherzog  Johann  von  österreich  erzählt  in  seinem  Uage.
buch  aus  dem  Mai  1814:  .  .  Der  Kleine,  ein  hübscher  Knabe,
blond,  blauäugig,  aber  des  Daters  Gesicht,  Blick,  Trotz,  Geist

und  Seele  spricht  aus  ihm;  wenn  er  gut  erzogen  wird,  da
kann  daraus  was  werden

Görres  über  die  zukünftige  Eestaltung  Deutschlands.


Teutschland  hat  große  Erwartungen  von  diesem  Krieg
gehabt;  wir  wollen  glauben,  daß  es  gut  gewesen,  daß  sie

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