von  außen  nicht  in  Erfüllung  gegangen  sind.  Aber  von
innen  soll  auch  nichts  im  Wege  stehen,  daß  gerechte  Forderung
  befriedigt  werde.  Teutschland  will  eine  Derfassung.
die  sichere,  was  das  Dolk  mit  seinem  Blute  erworben;  nicht
Teilungen  will  es  sehen,  denn  kein  Sterbhaus  ist  nach  diesem
Krieg  das  Reich  geworden,  wo  lachende  Erben  in  die  Derlassenschaft
  sich  teilen;  sondern  ein  Haus  des  Lebens  und  der
wiedergeburt,  wo  für  lange  Seiten  Freiheit,  Glück  und  Ruhe
gegründet  werden  sollen.  Es  ist  wenig  daran  gelegen,  wer
diesen  oder  jenen  Strich  beherrsche,  wenn  übrigens  nur  die
Eigentümlichkeit  der  verschiedenen  ölkerschaften  dabei  geachtet
  wird;  aber  worauf  die  ganze  Nation  sieht,  ist  die  Weise,
in  der  geherrscht  werden  soll,  und  was  man  tun  wird,  um
sie  innen  frei  und  glücklich,  und  außen  stark  und  geehrt
zu  machen.  Man  soll  nicht  glauben,  daß  es  getan  ist  mit
gewöhnlichen  Traktaten  und  leeren  Worten;  die  Dölker  haben
in  der  Tat  geleistet,  in  der  Tat  wollen  sie  den  Lohn
empfangen.  Etwas  Ganzes  und  Rechtes  soll  da  werden,  und
man  soll  dabei  die  Stimme  des  Dolkes  befragen,  die  vernehmlich
  und  deutlich  aller  Orten  spricht  .  .  Die  Schlachten
  bei  Ulm  und  JFena  und  was  darauf  gekommen,  sollen
auch  die  Diplomatiker  vorsichtig  machen,  und  sie  sollen  bedenken,
  daß  der  Geist,  der  bei  Ceipzig  gesiegt  und  anderwärts,
  auch  aus  den  Kabinetten  den  alten  jämmerlichen  Spukgeist
  von  der  Gottschedischen  Schule  vertreiben  muß,  der
schon  so  oft  zu  Falle  und  Schimpf  und  Schande  gekommen  ist.
Sie  sollen  bedenken,  wie  das  Schwert  immer  noch  an  einem
haare  über  dem  Haupte  unseres  Dolkes  droht,  und  daß,
wenn  man  seine  Rechte  ehrt,  es  dafür  auch,  wenn  die  Gefahr
wirklich  herangekommen,  sich  willig  finden  wire
(Rheinischer  Merkur  vom  11.  Juni  18134).

Görres  über  den  ersten  Pariser  Frieden.

Was  uns  dieser  ariser  SFrieden  gebracht,  ist  noch  frisch
im  Andenken  aller  aufbehalten;  wir  haben  an  ihm  verblutet
  und  gesiecht;  er  hat  unsern  Feinden  den  Frieden,
uns  den  wist  gegeben;  sie  haben  die  Früchte  unseres

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