es  einverleibt  was  zwischen  ihnen  liegt  .  .  Die  Derbündeten,
  sagt  man,  haben  die  Derpflichtung  übernommen,  Preußen
  in  den  Machtbestand  wieder  einzusetzen,  den  es  vor  seinem
Sturz  besessen  hat,  d.  h.  mit  10  Millionen  Einwohnern.  Wenn
man  Dreußen  machen  ließe,  so  hätte  es  bald  20  Millionen
Einwohner  und  würde  sich  ganz  Deutschland  unterwerfen.
Solglich  muß  man  seinem  Ehrgeiz  Sügel  anlegen,  indem  man
erstens  seinen  Besitzstand  in  Deutschland  möglichst  einschränkt
und  zweitens  seinen  Einfluß  durch  die  Organisation  der
Bundesverfassung  lahm  legt.  —  Die  Mittel,  um  DPreußen
so  dünnleibig  wie  möglich  zu  machen,  sind:  Erhaltung
  der  kleinen  deutschen  Staaten  und  Dergrößerung
  der  mittleren.

Was  den  Deutschen  not  tut.

Die  Seit,  worin  wir  leben,  hat  uns  Deutschen  zugemutet,
  politische  Menschen  zu  werden.  Es  hat  schwerer
Jahre  bedurft,  daß  wir  aus  dem  dämmernden  Uraum  einer
Eleichgültigkeit  geweckt  würden,  die  dem  deutschen  Uamen
fast  den  Untergang  drohte.  Gottlob,  uns  ist  wieder  ein
Daterland  gezeigt  worden,  ein  Siel,  worauf  alle  Deutsche  als
Dolk  schauen,  wofür  sie  streben  und  arbeiten  sollen.  Immer
aber  gilt  noch  mit  Recht  die  Klage,  daß  wir  nicht  politisch
genug  sind.  Damit  wir  dies  immer  mehr  werden,  dafür
muß  jeder  redliche  Deutsche  denken  und  streben  und  auf  seine
Weise  den  Kampf  durchkämpfen  helfen,  der  nicht  allein

auf  Schlachtfeldern  entschieden  werden  kann.
(Arndt  im  „Wächter".  Köln.)

Klexander  I.  zu  Talleyrand.
(Knfang  Oktober  1814.)

Cher  Krieg  als  Derzicht  auf  das  was  ich  besetzt  halte.
Der  bayrische  Minister  Montgelas  und  die  deutsche
Einheit.

Der  Freiherr  von  Stein  erzählt  unterm  5.  Oktober  1814:

Der  undeutsche  Montgelas  äußerte  sich  gegen  den  preußischen
Minister  in  München,  wie  es  genug  zu  sein  scheine,  in  Deutsch-28

  Dle  Befrekung.  433