mung  der  Ideen  nicht  im  voraus  die  bessere  Einleitung  getroffen.


Da  zanken  sie  sich  um  Provinzen  und  übersehen  den
Urquell  der  eigenen  inneren  Kraft,  indem  sie  ihn  verkleben
und  verkleistern.  Gewiß  werden  die  Fetzen  herumgeteilt  werden,
  und  dadurch  ist  jedermann  unzufrieden,  die  Sachsen  und

die  Preußen.  (Aus  Karl  von  Nostitz,  Ceben  und  Briefwechsel.)

Seelenamt  für  Ludwig  XVI.  auf  dem  Wiener
Kongreß.

Karl  von  Uostitz  erzählt  unterm  24.  Januar  1815:  Unter
den  Serstreuungen,  die  es  hier  gibt,  gehörte  auch  das  Seelenamt,
  welches  man  am  zweiundzwanzigsten  Jahrestage  der
Guillotinierung  Ludwig  XVI.  hier  gehalten  hat.  Talleyrand
hatte  es  in  der  St.  Stefanskirche  bereiten  lassen,  und  es
war  wie  eine  schlechte  Theaterdekoration  anzusehen.

(Aus  Karl  von  Uostitz  Leben  und  Briefwechsel.)

Lord  Wellington  auf  dem  Wiener  Kongreß.
Karl  von  Ueostitz  erzählt:  Wellington  trat  auf  mit
allen  ersten  Orden,  weil  er  von  dem  Diner  zu  einer  Soiree
bei  Castlereagh  ging.  Er  ist  von  großer  Statur,  seine  haltung
  ist  zuverlässig,  einfach  und  fest,  er  trägt  Kopf  und
Brust  frei,  hat  eine  sehr  bestimmte  römische  UNase,  eine  hohe
Stirne  und  frische,  doch  weder  sehr  glänzende,  noch  strahlende
Augen.  Er  läßt  die  Leute  ruhig  sprechen  und  hört  aufmerksam
  zu;  seine  Antworten  sind  kurz,  sein  Widerspruch  artig.
Es  liegt  in  dem  ganzen  Wesen  des  Mannes  mehr  Ruhe  als
vorspringende  Größe  und  ein  Ernst,  der  viel  Gefälliges  hat.
Weniger  angenehm  ist  sein  sonst  gehaltener  und  adeliger  Blick.
wenn  er  anfängt  zu  sprechen;  er  zeigt  dann  einen  Mund.
dessen  schiefstehende  Sähne  die  Harmonie  des  Ganzen  stören.
Doch  ohne  Sergliederung  des  einzelnen  ergreift  einen  das
ganze  lebendige  Bild  des  Mannes  durch  den  Zusdruck  der

Sicherheit  und  der  Einfachhbeit.
(Aus  Narl  von  Uostitz  Leben  und  Briefwechsel.)

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