und  einen  festen  Bund  zwischen  beiden  Staaten  zustande  zu
bringen.  Dies  wollten  alle  Preußen  redlich,  wie  sie  nach  Wien
gingen.  Es  geschah  aber  nicht,  durch  Schuld  österreichs  und
Englands  und  durch  die  Swietracht,  die  Frankreich  säte.

Kaiser  Franz  war  eine  Uull,  wie  immer,  und  gehorchte
Metternich.  Diesem  graute  vor  der  schweren  Rolle,  die  csterreich
  als  Erster  in  Deutschland  würde  spielen  müssen,  und  er
hatte  niedrige  Eifersucht  gegen  Dreußen,  was  die  erste  Rolle
hätte  spielen  können,  wenn  osterreich  nicht  wollte.  Er  gab  daher
  alles  Teutsche  auf  und  wendete  sich  ganz  auf  Italien,  wo
Osterreich  gehaßt  wurde.  Diese  Richtung  wird  Gsterreich
den  Untergang  bringen.  —  Cngland  sorgte  für  seinen
Handelsvorteil,  ließ  sich  aber  durch  miserable  hannöversche
Rücksichten  irreführen.  Es  errichtete  ein  Königreich  in  den
Uiederlanden  und  eins  in  hannover  und  störte  so  die  Einheit
des  nördlichen  Teutschlands  und  durchschnitt  unsere  Macht
auf  das  empfindlichste.  —  Bayern  wollte  eine  große  Rolle
spielen,  war  unverschämt  und  hatte  das  Elück,  von  Frankreich
  unterstützt,  österreich  für  sich  zu  gewinnen,  welches  die
Uatter  nicht  sah,  die  es  in  seinem  Busen  nährte  ..  Rußland
behielt  Holen,  wie  natürlich,  da  es  dieses  Land  allein  erobert
hatte,  und  bot  uns  mehrere  Male,  wie  wir  in  der  Klemme
waren,  seine  hilfe  an,  die  Friedrich  Wilhelm  aber,  der  sich  in
Wien  wieder  in  eine  Gräfin  Sichy  verliebt  hatte,  jederzeit
standhaft  von  sich  wies.

So  geschah  es,  daß  auf  diesem  Kongreß  statt  des  angegebenen
  großen  Gesichtspunktes  ein  durchaus  kleinlicher  verfolgt
  wurde,  der  der  Entschädigungen,  welche  man  sonderbarerweise
  nach  der  Seelenzahl  berechnete,  also  einen  wahren
  Menschenhandel  trieb,  während  man  zugleich  eifrig  bemüht
  war,  den  Sklavenhandel  in  Kfrika  abzuschaffen.  Diesem
miserablen  Eesichtspunkte  zufolge  zankte  man  sich  erst  viele
Monate  darüber,  ob  Sachsen  an  Hreußen  fallen  sollte  oder
nicht,  und  äußerte  viele  Teilnahme  gegen  dessen  schändlichen,
in  Berlin  gefangenen  König,  nächst  dem  von  Bayern  dem
größten  Derräter  am  teutschen  Daterlande;  nachher,  wie  man
über  Sachsens  Teilung  einig  war,  wies  man  Hreußen  einen

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