und  Rußlands  nachsuchen,  von  denen  sie  das  erstere  zu  vernichten,
  das  letztere  Europa  verdächtig  zu  machen  suchten.  Sie
behauptet,  die  Revolution  sei  allein  ein  Werk  der  Susammenverschwörung
  des  Heers,  die  der  größtenteils  gutgesinnten
Uation  einen  verhängten  lverkappten]  Tyrannen  aufdrängt.

Das  französische  Volk  ist  meuterisch,  aufrührerisch,  wie
es  seine  Eeschichte  lehrt.  Dieser  Sug  ist  eine  Folge  seines
LCeichtsinns,  seiner  Beweglichkeit,  seines  Dünkels,  seiner  habsucht:
  Laster,  die  durch  Religiosität  und  Sittlichkeit  nicht  mehr
gebändigt  sind.

Der  Freiherr  vom  Stein  und  die  chtung  Napoleons.

Stein  schreibt  in  seinem  Tagebuch  vom  14.  März  1815:
Den  14.  [Märzl  erschien  die  chtung  Uapoleons,  die  ich  bereits
den  8.  zu  erlassen  dringend  empfohlen  hatte.  Ein  sonderbarer
Wechsel  der  Dinge.  Er,  der  mich  am  15.  Dezember  1808
ächtete,  wird  gegenwärtig  in  einen  ähnlichen  und  weit  schlimmeren
  Rechtszustand  durch  einen  Beschluß  der  großen,  europäischen
  Mächte  gesetzt.

Napoleons  Einzug  in  Daris
am  20.  März  1815.
r  „Rheinische  Merkur“  schreibt  am  28.  März  1815:

Kus  Daris  vom  21.  März.

Napoleon  ist  gestern  hier  angelangt  und  mit  ganz  unglaublichem
  Jubel  empfangen  worden.  Die  Bourbons  haben
ihr  Spiel  dadurch  auch  bei  der  Masse  der  Nation  verloren,
daß  sie  sich  als  eine  Kolonie  von  Fremden  in  Frankreich  ansahen
  und  in  ihren  engern  Sirkeln  nur  Emigranten  und  Engländer
  zuließen.  Die  Seitungen  der  letzten  vierzehn  Uage
logen  noch  unverschämter  als  alles,  was  vorher  in  dem  Fache
geschehen  war.  Der  Zusgang  schien  in  Paris  niemand  zweifelhaft,
  nur  fürchteten  die  Hariser,  da  sie  über  die  Uähe  der
Armee  Napoleons  in  Ungewißheit  waren,  von  seiten  der
Garden  des  Königs  und  der  daselbst  gewonnenen  Uruppen
einigen  Widerstand.  Kllein  es  ist  in  diesem  ganzen  Kriege
kein  Klintenschuß  geschehen.  Die  Uöniglichen  wurden  auf

463