als  daß  die  Stimme  der  Wahrheit  gehört  werde  und  das
Rechte  geschehe.

So  haben  Ew.  Königl.  Maj.  dieses  Schreiben  aufzunehmen.


Blücher.
Blücher  an  seine  Frau.
Namur,  3.  Juni  1815.

..  ich  stehe  hir  mit  130000  man  Dreußen  die  im  schönsten
  stande  sind  und  wo  mit  ich  mich  getraue  Tuniss,  Tripoliß
und  Allgier  zu  erobern,  wenn  es  nuhr  nicht  so  weit  wehre  und
man  übers  wasser  müßte,  mit  Frantz  seine  jungens  geht  es
ia  guht,  man  muß  die  jungens  nur  nichts  weiß  machen
der  große  HErr  muß  sie  aus  den  Kobff  ..  .  du  schreibst  mich
nicht  waß  Dferde  und  Hunde  machen,  daß  ist  unrecht.

Uapoleons  Kufruf  an  seine  Krmee.
Avesnes,  am  14.  Juni  1815.

heute  ist  der  Jahrestag  von  Marengo  und  Friedland,  der
zweimal  über  das  Geschick  Europas  entschied.  Damals  waren
wir  zu  großmütig,  wie  nach  Zusterlitz,  wie  nach  Wagram.
Wir  glaubten  den  Dersicherungen  und  Schwüren  der  Sürsten,
die  wir  auf  dem  Ahron  ließen.  heute  sind  sie  untereinander
verbündet  und  haben  es  auf  die  Unabhängigkeit  und  auf  die
geheiligtsten  Rechte  Frankreichs  abgesehen.

Sie  haben  den  allerungerechtesten  Angriff  unternommen.
Kuf!  Gehen  wir  ihnen  entgegen!  Sie  und  wir  —  sind  wir
nicht  mehr  die  nämlichen?  Soldaten!  Bei  Jena  waret  ihr
gegen  die  heute  so  anmaßenden  Hreußen  einer  gegen  drei,  bei
Montmirail  einer  gegen  sechs.  Laßt  euch  von  denen  unter
euch,  die  bei  den  Engländern  kriegsgefangen  waren,  von  ihren
schrecklichen  Leiden,  die  sie  erlitten,  erzählen!  Die  Sachsen,
die  Belgier,  die  hannoveraner,  die  Soldaten  des  Rheinbundes
sind  zu  ihrem  Schmerze  gezwungen,  der  Sache  von  Fürsten
ihren  Arm  zu  leihen,  die  der  Eerechtigkeit  und  den  Rechten
aller  Dölker  feind  sind.  Sie  wissen,  daß  diese  Koalition  unersättlich
  ist.  Nachdem  sie  12  Millionen  Holen,  12  Millionen
Italiener,  eine  Million  Sachsen,  6  Millionen  Belgier  ver-472

