schlungen  hat,  wird  sie  die  Mittelstaaten  Deutschlands  verschlingen.
  Die  Wahnsinnigen!  Ein  Augenblick  des  Elückes
verblendet  sie.  Die  Unterdrückung  und  Erniedrigung  des
französischen  Dolkes  stehen  außer  ihrer  Macht;  wenn  sie
Frankreich  betreten,  werden  sie  dort  ihr  Grab  finden.  Soldaten!
  Wir  haben  Gewaltmärsche  zu  machen,  Schlachten  zu
liefern,  Gefahren  zu  begegnen;  aber  wenn  wir  ausharren,
wird  der  Sieg  unser  sein;  wir  werden  die  Rechte,  die  Ehre
und  das  GEGlück  des  Daterlandes  zurückerobern.

Hür  jeden  Franzosen,  der  ein  Herz  hat,  ist  der  Kugenblick
  gekommen,  zu  siegen  oder  zu  sterben.

Ligny.
16.  Juni  1815.

Im  Anfang  des  Juni  stand  das  Heer  Blüchers  in  folgender
Kufstellung:  Das  erste  Korps  Sieten  bei  Tharleroi  an  der  Sambre;
das  zweite  Korps  Hirch  1  (früher  Norck)  bei  Namur  (Mündung
der  Sambre  in  die  Maas);  das  dritte  Korps  Thielemann  bei  (iney
(rund  30  km  südöstlich  Ramur);  das  vierte  Korps  Bülow  bei  TLüttich
an  der  Maas.  Charleroi  liegt  von  TLüttich  in  direkter  Linie  etwa
120  km  entfernt.  Blücher  selbst  stand  in  Lüttich.  Seine  ganze
verfügbare  Krmee  war  115000  Mann  stark.  Wellington  haite
sein  Heer  folgendermaßen  aufgestellt:  von  Oudenaarde  an  der
Schelde  (55  km  genau  westlich  von  Brüssel  bis  Kth  (25  km  südöstlich
von  Oudenaarde  und  50  km  südwestlich  von  Brüssel)  stand  sein
zweites  Korps;  von  Ath  bis  Rivelles  (genau  30  km  südlich  von
Brüssel  und  40  km  östlich  von  Kth)  sein  erstes  Korps;  Lord  Wellington
  selbst  mit  den  Reserven  in  und  um  Brüssel.  Seine  ganze  Zrmee
war  99000  Mann  stark.  Don  der  Dereinigung  dieser  weit
auseinanderstehenden  Heere  hing  das  Schicksal  des  Seldzugs,
  ja  der  Welt  ab.  GEelang  es  Uapoleon,  eine  der  beiden
Krmeen  vor  ihrer  Dereinigung  mit  der  andern  zu  zertrümmern,
dann  war  er  wieder  der  Derr  Frankreichs,  und  es  bedurfte  ungeheurer
  Anstrengungen,  ihn  niederzuwerfen.  Und  Uapoleon  schlug
das  eine  Heer,  das  Blüchersche.  Blücher  setzte  in  der  Uacht  vom
14.  auf  den  15.  Juni  zur  Dereinigung  mit  Wellington  sein  Korps
in  Bewegung  auf  Sombreffe.  Dieser  Ort  liegt  2½  Meilen  westlich
von  Uamur,  unweit  des  Schnittpunktes  der  Straßen  von  Uamur  nach
Rivelles  und  von  Charleroi  nach  Brüssel.  Der  Lignybach,  von  Süden
kommend,  bildet  dort  einen  Bodeneinschnitt.  Durch  Fehler  in  der
Dermittlung  der  Befehle  aber  konnte  der  General  Bülow  nicht  rechtzeitig
  auf  dem  Schlachtfeld  erscheinen.  Es  war  zwar  zunächst  zweifelhaft,
  gegen  wen  sich  Mapoleon  wenden  würde.  Zber  Lord  Wellington,
  anstatt  mit  aller  Macht  die  Dereinigung  mit  Blücher  zu  suchen.
zersplitterte  seine  Kräste  und  konnte  nun,  am  Uage  von  TLigny  bei
UQuatrebras,  1½  Meilen  westlich  von  Ligny,  selbst  angegriffen,

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