gekommen,  daß  sie  mich  einen  schönen  Englischen  Schimmel
erschossen  haben,  Gneisenau  hat  daßselbe  Schicksahl  gehabt,
wihr  sind  beide  von  den  Fallen  mit  den  Pferden  etwaß  mitgenommen
  ..  .  mein  kreuz  braffer  Nostitz  hat  mich  einen  großen
dienst  getahn,  da  er  mich  unter  dem  Pferde  herauß  geholffen.

Du  kannst  diesen  briff  in  Berlin  bekannt  machen  und
nuhr  sagen,  daß  sie  negstens  mehr  erfahren  sollten,  den  schla—
gen  werden  wihr  uns  nun  öffter  bis  wihr  wider  in  Paris
sind  meine  truppen  haben  wie  löwen  gefochten,  aber  wihr
wahren  zu  schwag,  den  2  von  meine  Corps  wahren  nicht
bey  mich,  nun  habe  ich  alles  an  mich  gezogen.

Gneisenau  nach  der  Niederlage  bei  Ligny.

Ein  Augenzeuge  erzählt:  Ich  fand  Gneisenau  in  einem
Bauernhause.  Das  Dorf  war  von  den  Bewohnern  ganz  verlassen,
  alles  lag  voller  Blessierter,  kein  Licht,  kein  Trink.
wasser,  keine  Lebensmittel.  Wir  waren  in  einem  kleinen
Simmer,  worin  eine  Tranlampe  notdürftig  brannte.  Zuf
dem  Boden  ächzten  Derwundete,  der  Eeneral  selbst  saß  auf
einem  Sauerkohlfaß,  nur  vier  bis  fünf  Dersonen  um  ihn  herum.
  Serstreute  Truppen  zogen  die  ganze  Nacht  durch  das
Dorf,  man  wußte  nicht  woher,  wohin?  Die  Serstreuung
war  so  groß  wie  nach  der  Schlacht  von  Jena,  die  Nacht  ebenso
finster  —  aber  der  Mut  war  nicht  gesunken;  ein  jeder  suchte
die  Seinigen,  um  die  Ordnung  wiederherzustellen.

(Aach  Dertz,  Gneisenau.)

Der  Marsch  Blüchers  nach  Waterloo.

General  von  Reiche  erzählt:  Nachts  2  Uhr  ging  ein  Befehl
  Blüchers,  die  dem  herzoge  von  Wellington  zugesicherte
hilfe  bei  Knnahme  einer  Schlacht  diesseits  des  Waldes  von
Soignies  betreffend,  bei  General  Sieten  ein,  welcher  lautete:

Hauptquartier  Wavre,  den  17.  Juni,  nachts  12  Uhr.

...  Das  zweite  und  vierte  Krmeekorps  brechen  morgen
mit  Tagesanbruch  auf  und  marschieren  über  Wavre  in  der
Richtung  auf  Thateau  St.-Lambert,  um  in  die  rechte  Flanke
des  Feindes  zu  operieren,  im  Fall  dieser,  wie  es  wahrscheinlich

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