ist,  morgen  den  herzog  von  Wellington  in  seiner  Stellung
angreifen  sollte  ..  .
Blücher.

Ungeachtet  des  erlittenen  Mißgeschicks  am  vorigen  Tage,
des  Regens  und  Mangels  an  zureichender  Verpflegung  und
an  Lagerbedürfnissen,  wurden  die  Truppen  durch  den  Befehl
Blüchers  hoch  erfreut,  um  so  mehr,  als  sich  ihnen  die  will.
kommene  Kussicht  eröffnete,  auf  frischer  Tat  an  dem  Seinde
wiedervergeltung  zu  üben  und  so  die  Scharte  sofort  wieder
auszuwetzen.

Daß  das  Armeekorps,  welches  seit  dem  15.  von  Mitternacht
  an  bis  zum  18.  in  einem  fort  marschiert  war  und  dabei
  geschlagen  und  gehungert  hatte,  mithin  die  größten  im
Kriege  vorkommenden  Strapazen  ausgehalten  und  dazu  einen
Derlust  von  mehr  als  einem  Dritteil  seiner  Stärke  auf  dem
Schlachtfelde  verloren  hatte,  dennoch  schlagfertig  und  kampflustig
  sein  konnte,  verdient  gewiß  die  größte  Knerkennung
und  Bewunderung.  Es  war  nicht  bloß  stummes  Dflichtge  fühl,
welches  unsere  Truppen  antrieb,  sondern  Erbitterung  gegen
einen  übermütigen  und  treubrüchigen  Feind.  Welcher  Geist
unsere  Truppen  beseelte,  kann  man  daraus  abnehmen,  daß
unter  den  Dermißten,  die  größtenteils  ihrer  Heimat  zueilten,
kein  einziger  aus  den  alten  Drovinzen  war.  Allle  diejenigen,
welche  dem  Strome  auf  der  Straße  nach  Uamur  und  auf
der  Römerstraße  vereinzelt  und  ohne  Führer  gefolgt  waren
und  dabei  dem  im  Marsch  begriffenen  vierten  Krmeekorps
begegneten,  schlossen  sich  demselben  freiwillig  sogleich  an
und  trafen  bei  Wavre  wieder  zu  uns,  ihre  Freude,  mit  ihren
Kampfgenossen  wieder  vereinigt  zu  sein,  laut  aussprechend  .  .  .

Der  Marsch  zum  Schlachtfeld  war  äußerst  beschwerlich.
Grundlose,  durch  tiefe  Defileen  durchschnittene  Wege  mußten
passiert  werden,  das  Terrain  war  zu  beiden  Seiten  fast  durchgehends
  waldig,  daher  an  kein  Kusweichen  zu  denken  war  und
der  Marsch  nur  sehr  langsam  vonstatten  gehen  konnte,  umso
  mehr,  als  Menschen  und  Pferde  an  vielen  Stellen  nur
einzeln  und  die  Eeschütze  nur  höchst  mühsam  durchzubringen
waren.  Die  Nolonnen  kamen  dadurch  sehr  auseinander,  und

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