Sehen  Sie  zu,  herr  Marschall,  was  Sie  tun,  und  stürzen
Sie  nicht  abermals  eine  Stadt  ins  Verderben,  denn  Sie
wissen,  was  der  erbitterte  Soldat  sich  erlauben  würde,  wenn
Ihre  Hauptstadt  mit  Sturm  genommen  würde.

Wir  wollen  in  Paris  einrücken,  um  die  rechtlichen  Leute
in  Schutz  zu  nehmen  gegen  die  Plünderung,  die  ihnen  von
seiten  des  Pöbels  droht.  Nur  in  Paris  kann  ein  zuverlässiger
Waffenstillstand  statt  haben.  Sie  wollen,  Herr  Marschall,
dies  unser  Derhältnis  zu  Ihrer  Nation  nicht  verkennen.

Ich  mache  Ihnen,  herr  Marschall,  übrigens  bemerklich,
daß  wenn  Sie  mit  uns  unterhandeln  wollen,  es  sonderbar  ist.
daß  Sie  unsere  mit  Briefen  und  Kufträgen  gesendeten  Offiziere
gegen  das  Dölkerrecht  zurückhalten.

In  den  gewöhnlichen  Formen  herkömmlicher  höflichkeit
habe  ich  die  Ehre  mich  zu  nennen,  herr  Marschall,  Ihr
dienstwilliger  Diener  Blücher.

Gneisenau  vor  Paris  an  seine  Hrau.
Gonesse,  30.  Juni  1815.

Man  hat  bereits  um  die  Zuslieferung  Bonapartes  mit
uns  unterhandelt  und  wollte  uns  Daris  übergeben,  als  eine
andere  Faktion  in  Haris  siegte,  und  nun  der  Pöbel  und  der
Rest  der  feindlichen  Krmee  sich  verteidigen  will.  Fast  so,
wie  in  Jerusalem,  als  Uitus  diese  Stadt  belagerte,  wo  auch
die  Bürger  in  Faktionen  zerrissen  waren.

Wir  sind  in  schnellem  Fluge  bis  vor  die  Tore  von  Haris
gekommen  und  sind,  außer  der  hauptstadt  und  den  Festungen,
die  herren  von  Frankreich.  In  Paris  herrscht  jetzt  die
Jakobinerrotte,  an  ihrer  Spitze  der  Blutsäufer  Fouché.  Der
Döbel  der  Dorstädte  ist  bewaffnet  worden,  hält  die  rechtlichen
Leute  in  Furcht,  und  diese  haben  nur  gute  Wünsche  für  uns,
aber  keine  gäuste.  Wir  machen  nun  ernstlich  Anstalt,  diese
Stadt  mit  Gewalt  zu  bezwingen.  Müssen  wir  sie  mit  Sturm
nehmen,  so  sehe  ich  bei  der  Erbitterung  der  Soldaten  blutigen
  Szenen  entgegen.  Der  Knublick  der  Stadt  AKvesnes  soll
schauderhaft  sein;  acht  oder  neun  häuser  stehen  noch  aufrecht.
Das  übrige  der  Stadt  liegt  in  Trümmern  wild  durcheinander.

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