Brief  eines  Soldatenvaters  an  den  General
„Dorwärts“.

Der  „Rheinische  Merkur“  veröffentlicht  am  11.  Juli  1815  den
solgenden  Brief,  den  der  Dater  eines  preußischen  Gardejägers
an  Blücher  ges  rieben  hat:

Kllerunüberwindlichster  FSeldmarschall!
General,  herr  General  Dorwärts,  Exzellenz!
Liebwerthester  herr  Blücher!

Derzeihen  Sie  Exzellenz,  liebwerthester  herr  Blücher
General  vorwärts,  daß  ich  als  unzeitige  Geburt  es  wage,  an
Sie  zu  schreiben;  aber  ich  kann  mir  nicht  helfen,  es  ist  wegen
meinem  Traugott;  ich  bitte  Sie  um  alles  in  der  Welt,  liebster
Derr  Blücher,  Exzellenz  General  Dorwärts,  was  ist  das  für
eine  infame  Confusion  mit  dem  Feldpostamt;  ich  habe  meinen
Traugott  bei  den  Gardejägern,  er  kennt  Ew.  Exzell.  Dorwärts
genau  und  gut,  schon  zweimal  habe  ich  ihm  Sulage  geschickt,
aber  er  hat  nichts  bekommen.  Ich  bitte  Ew.  Exzellenz  demüthigst,
  corrigiren  Sie  die  Kerls  doch  einmal,  aber  nach
alter  preußischer  Manier;  Sie  verstehen  schon,  wie  ich's  menne;
das  wird  gewiß  helfen;  denn  es  ist  um  die  Schwernoth  zu
kriegen,  wenn  man  den  Kindern,  die  für's  Daterland  streiten,
was  schickt,  und  sie  nichts  bekommen.  Ew.  Exzellenz  werden
den  Nerls  doch  wohl  ein  Donnerwetter  auf  den  hals  schicken;
deshalb  habe  ich  es  Ihnen  geschrieben;  denn  ich  weiß  schon,
daß  mit  dem  Klten  nicht  viel  zu  spaßen  ist.  Ew.  Exzellenz,
unüberwindlichster  Feldmarschall  General  Dorwärts  genannt,
liebwerthester  Herr  Blücher,  ich  verbleibe  ihr  unterthänigster

Schornsteinfeger  Matthias  Keller,
zu.  Schweidnitz  1814.

NB.  Wenn  Sie  meinen  Traugott  sehen,  so  bitte  ich,
ihn  unbeschwert  zu  grüßen,  aber  schenken  Sie  ihm  nichts;  doch
ich  habe  ihn  immer  zur  Ordnung  angehalten.  Na,  adjen.

Niebuhr  an  Gneisenau
über  die  RKuslieferung  NRapoleons  an  Hreußen.

Berlin,  16.  Juli  1815.
Daß  Napoleon  nicht  ausgeliefert  worden,  ist  mir  sehr  lieb.
Er  wäre  doch  gewiß,  anstatt  in  unserer  Gewalt  zu  bleiben,

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