Blücher  an  seine  Srau
vor  seinem  Wegzug  aus  Paris.

Paris,  7.  Oktober  1815.

Diesen  augenblick  kome  ich  vom  Uönig,  er  reist  noch  heutte
nach  Berlin  ab,  ich  werde  wohl  noch  etwaß  hir  außhallten
müssen,  in  dessen  komme  ich  doch  vor  außgang  dieses  monats
nach  Berlin,  der  Uönig  hat  bewegt  von  mich  abschied  genommen,
  und  hat  mich  50000  Chlr.  gelld  geschenkt,  ein  hauß
soll  ich  mich  in  Berlin  kauffen,  und  dich  hat  er  eine  Pension
nach  meinem  tode  uf  deine  lebenszeit  von  jährlich  6000  Uhlr.
festgesetzt,  sage  ia  keinen  menschen  etwas  davon  daß  der
König  mich  ein  hauß  gibt,  den  sonst  werde  ich  es  theuer  bezahlen
  sollen,  erkundige  dich  nach  ein  hauß  unter  den  linden,
ich  denke  aber  wihr  suchen  unfres  zu  bekommen,  meublirt  ist  es
freilig  nicht,  aber  wir  können  es  ia  nach  unsern  geschmack
ein  richten.

Blüchers  Kbschied  von  der  Armce.
Daris,  31.  Oktober  1815.

Ich  kann  das  Heer,  das  jetzt  auf  dem  Rückmarsche  begriffen
  ist,  nicht  verlassen,  ohne  euch,  brave  Soldaten,  mein
Lebewohl  und  meinen  Dank  zu  sagen.  Als  Seine  Moajestät
der  König  mir  den  Oberbefehl  des  heeres  aufs  neue  anvertraute,
  folgte  ich  diesem  ehrenvollen  Rufe  mit  Dertrauen
auf  eure  so  oft  geprüfte  Tapferkeit.  Ihr  habt  dieses  bewährt,
  Soldaten,  und  das  Zutrauen  gerechtfertigt,  das  der
König,  das  Daterland,  Europa  in  euch  setzten.  Eingedenk
eurer  hohen  Bestimmung,  habt  ihr  den  alten  errungenen
Ruhm  zu  rechtfertigen  gewußt  und  einen  so  schweren  Kampf
in  so  wenig  Uagen  beendigt,  daß  kaum  die  Nachricht  vom
Beginn  desselben  eure  heimat  erreicht  hatte.  Ihr  seid  die  Namen:
  Preußen,  Deutsche  wert.  Mehmt  meinen  Dank,  Kameraden,
  für  den  Mut,  für  die  RKusdauer,  für  die  Tapferkeit,
die  ihr  bewiesen  und  womit  ihr  die  so  herrlichen  und  großen
Erfolge  in  so  kurzer  Seit  erkämpft  habt!  Der  Dank  eurer  Mitbürger
  wird  euch  bei  der  Rückkehr  empfangen,  und  indem  ihr
die  verdiente  Ruhe  genießet,  wird  euch  das  Vaterland  zu
neuen  Taten  bereit  finden,  sobald  es  eures  Armes  bedarf.

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