Vorwort.

Seit  den  Ereignissen  von  1813  ist  in  einem  Theile  der
deutschen  Nation  und  der  Stimmführer  derselben  eine  Neigung
  bemerkbar  die  Gedanken,  welche  aus  jener  Zeit  der
Begeisterung  der  Deutschen  entsprossen,  zurück  zu  tragen  in
die  Vergangenheit,  namentlich  den  König  Friedrich  II.  von
Preußen  als  den  Träger  derselben  Ansichten  zu  betrachten,
welche  im  Jahre  1813  in  so  nachdrücklicher  und  erhebender
Weise  sich  kund  geben.  Es  ist  das  Bestreben  des  Verfassers
gegenüber  dieser  Anschauung  die  geschichtliche  Wahrheit  hervorzuheben,
  den  König  Friedrich  II.  von  Preußen  zu  zeichnen
im  Lichte  seiner  Zeit,  ihn  darzustellen,  wie  er  sein  Verhältnis
zur  deutschen  Nation  und  zum  deutschen  Reiche  erfaßte,  und
wie  die  Deutschen  von  damals,  wie  namentlich  seine  Unterthanen
  sein  Walten  und  Thun  ansahen.  Die  Natur  der
Sache  bringt  es  mit  sich,  daß  für  eine  solche  Betrachtung
nur  unmittelbare  Kundgebungen  Werth  haben,  nur  diejenigen
Zeugnisse,  welche  entweder  des  Königs  eigene  in  so  reicher
Fülle  uns  erhaltene  Aeußerungen  uns  darbieten,  oder  diejenigen,
  welche  ungefärbt  durch  eine  traditionelle,  g.ättende
und  rundende  Behandlung  der  späteren  Zeit  von  unmittel-