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Bedingung.  Nach  seiner  Rückkehr  war  er  lauer.  Seckendorf  fühlte
es  und  mahnte  in  Wien  zur  Uebersendung  von  Rekruten.  )  „Mit
der  Uebersendung  einiger  unnützen  großen  Kerle,  sie  mögen  von
Nation  sein,  wie  sie  wollen,  ist  mehr  auszurichten,  als  mit  den
bündigsten  Beweisen.“  Von  der  anderen  Seite  fehlte  es  nicht  an
solchen  Argumenten.  Auch  hob  man  andere  hervor,  alle  auf  den
König  persönlich  berechnet.  Die  Doppelheirath  trat  lebhaft  wieder
in  den  Vordergrund,  und  um  dieser  willen  hielt  die  Königin  eifrige
Fürsprache  für  das  Festhalten  am  Bündnisse  zu  Hannover.

Dennoch  gelang  es  im  October  1726,  den  König  zur  Unterzeichnung
  des  Vertrages  von  Wusterhausen  2)  zu  bewegen.  Der
Vertrag  war  nur  erst  vorläufig.  Friedrich  Wilhelm  machte  alles
davon  abhängig,  daß  der  Kaiser  ihm  Jülich-Berg  verschaffe.
Karl  VI.  versprach  in  den  nächsten  sechs  Monaten  einen  gütlichen
Vergleich  zu  vermitteln,  mit  Vorbehalt  jedoch  der  Reichsgesetze.
Wenn  auch  der  Vertrag  noch  nichts  Bestimmtes  festsetzte:  so  war
doch  viel  erreicht.  Der  für  Kaiser  und  Reich  so  höchst  gefährliche
Bund  von  Hannover  war  mittelbar  gesprengt.

Und  nun  ließ  Friedrich  Wilhelm  seiner  Loyalität  freien  Lauf.  Er
bat  Seckendorf  3)  dem  Kaiser  und  dem  Prinzen  Eugen  zu  melden,
wie  getreu  patriotisch  er  gesinnt  sei.  „Ich  habe  Geld  und  Truppen,“
sagte  er.  „Wenn  nur  der  Kaiser  mich  als  einen  Bundesgenossen  behandeln
  will:  so  soll  er  finden,  daß  ich  von  den  patriotischen  Gedanken
  meiner  Vorfahren  niemals  abgegangen  bin.  Ein  deutscher
Kaiser  soll  und  muß  bleiben.  Die  deutschen  Fürsten  sind  mit  dem
Hause  Oesterreich  wohlgefahren.  Ich  will  keinen  Franzosen  noch
Engländer  ins  Reich  lassen,  und  wenn  ich  auch  alles  dabei  aufsetzen
  sollte.“  Der  König  bat  den  kaiserlichen  Gesandten,  dies  doch
ja  recht  an  den  Prinzen  Eugen  zu  schreiben.  Dann  hoffe  er,  daß

1)  a.  a.  O.  S.  143.  —  2)  Förster  a.  a.  O.  S.  159.  —  3)  a.  a.  O.
S.  153.