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gleichfalls  mit  aufrichtig  deutschem  Herzen  und  dabei  auch  mit  aller
Ergebenheit  jederzeit  verbleibe  u.  s.  w.“

Die  Briefe  sind  nicht  Aktenstücke,  welche  durch  die  Hände  der
Minister  gehen.  Sie  sind  nicht  für  die  Oeffentlichkeit  bestimmt,
um  auf  die  Meinung  der  Menschen  in  irgend  einer  Weise  einzuwirken.
  Es  sind  persönliche  Mittheilungen  der  beiden  fürstlichen
Häupter  an  einander,  und  darum  nach  Maßgabe  menschlicher  Dinge
so  weit  wahr,  wie  überhaupt  zwei  befreundete  Menschen  sich  unter
einander  aussprechen.  Doch  ist  den  Umständen  nach  anzunehmen,
daß  der  kaiserliche  Gesandte  Seckendorf  lebhaften  Einfluß  auf  den
König  geäußert;  denn  Friedrich  Wilhelm  folgt  in  der  ferneren  Behandlung
  seines  Sohnes  hauptsächlich  den  Vorschlägen  Seckendorfs.)

Friedrich  Wilhelm  eröffnete  seinem  Sohne,  weshalb  er  ihm
verziehen.  Auch  Friedrich  schrieb  demgemäß  an  den  Kaiser  seinen
Dank  für  die  Fürbitte,  welcher  allein  er  die  wiedererlangte  Gnade
des  Königs  zuzuschreiben  habe.  Er  versprach  sich  sein  Lebenlang
auf  das  kräftigste  zu  befleißen,  um  dem  Kaiser  aufrichtige  und
überzeugende  Proben  seiner  schuldigen  und  erkenntlichsten  Ergebenheit,
  seines  wahrhaftigen  deutschen  und  patriotischen  Eifers  für  das
kaiserliche  Haus  zu  geben.  2)

Demgemäß  leistete  Friedrich  seinem  Vater  Abbitte  3)  in  den
Ausdrücken  der  tiefsten  Unterwürfigkeit  und  Unterthänigkeit,  mit
Anklängen  an  Gesangbuchsverse,  an  die  Sprüche  Salomonis.  „Ich
kann  nicht  genugsam,“  sagt  der  Prinz,  „Gottes  Wege  hier  auch  in
Führung  meines  Unglückes  erkennen,  da  er  mich  zwar  durch  manchen
  sauern  und  rauhen  Tritt  geführt,  aber  auch  gewis  sich  einen
guten  Zweck  vorbehält,  und  bin  gewis,  daß  er  es  ausführen  wird
zu  seiner  Ehre  und  so,  daß  Sie  dabei  vollkommen  von  meiner  Submission
  versichert  sein  können.“  Keiner  dieser  Briefe,  die  in  der

1)  Förster:  F.  W.  I.  Bd.  I.  374.  —  2)  a.  a.  O.  381.  —  3)  Oeuvres
de  F.  1  G.  XXVI.  8.  p.  12.