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Aber  der  Prinz  ist  nun  auf  gutem  Wege.  Der  König  verspricht
  ihn  wieder  zum  Soldaten  zu  machen,  sobald  er  seinen  eigenen
  Haushalt  zu  führen  verstehe.  Von  da  an  ist  jeder  Brief  auf  die
wirthschaftlichen  Neigungen  des  Königs  berechnet.  Friedrich  spricht
von  Wirthschaft  und  Menage,  rühmt  indirekt  die  Verbesserungen,
die  der  König  angelegt.  Er  erzählt  von  der  Jagd,  die  der  König
leidenschaftlich  liebt,  und  die  dem  Prinzen  von  ganzer  Seele  zuwider
  ist.  Er  berichtet  über  die  Beschaffenheit  des  Bodens.  Er
spricht  von  Urbarmachung  wüster  Plätze,  von  Holzkultur  und
Schäferei.  Das  erfreut  den  Vater.  Er  geht  darauf  ein,  erörtert
mit  dem  Sohne  Wiesenwachs  und  Landvermessung.  Der  Prinz
macht  Anschläge  und  Contracte  zu  Glashütten  und  Vorwerken.  Er
arbeitet  überall  auf  Plus,  wie  er  sagt.  Je  zufriedener  der  Vater
wird,  desto  mehr  betheuert  der  Prinz  mit  den  stärksten  Versicherungen
  seine  Unterthänigkeit.  „Nach  unserem  Herrgott  erkenne  ich
keinen  anderen  Herrn,  wie  meinen  allergnädigsten  Vater,  und  ist  kein
Anderer  als  Sie,  dem  ich  die  unterthänigste  Treue  und  Gehorsam
leisten  muß.  Ich  versichere  meinen  allergnädigsten  Vater,  daß  ich
darauf  leben  und  sterben  werde,  und  finden  Sie  eine  falsche  Ader
an  mir,  die  Ihnen  nicht  gänzlich  ergeben  ist:  so  thun  Sie  mit  mir
in  der  Welt,  was  Sie  wollen.“  1)

Bei  diesen  Erörterungen  kommt  auch  einmal  Schlesien  zur
Sprache,  und  zwar,  so  viel  von  dem  schriftlichen  und  mündlichen
Verkehre  zwischen  Vater  und  Sohn  bekannt  ist,  nur  dies  eine  Mal.
Wenn  in  dem  Vater  Friedrich  Wilhelm  irgend  ein  Anspruch  auf
Schlesien,  irgzend  ein  Gedanke  an  die  Möglichkeit  eines  solchen
Anspruches,  irgend  eine  Erinnerung  eines  verübten  Unrechtes  gegen
sein  Haus  in  Betreff  Schlesiens  lebendig  gewesen  wäre:  so  dürften
wir  erwarten,  daß  in  diesem  Verkehre  zwischen  Vater  und  Sohn
ein  Wort  davon  fallen  müsse.  Ein  solches  Wort  ist  nicht  vor-—

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1)  a.  a.  O.  S.  33.