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handen.  Nicht  darum  handelt  es  sich.  Vater  und  Sohn  sehen
mit  Verdruß,  daß  schlesische  Kaufleute  unmittelbar  mit  Hamburg
in  Verbindung  stehen,  und  eroͤrtern,  ob  es  nicht  ein  Mittel  gebe,
zu  Gunsten  der  Brandenburger  diese  Verbindung  zu  stören.  Es
findet  sich  keines;  denn  die  Benutzung  des  Canales:  neuer  Graben,
ist  den  Schlesiern  vertragsmäßig  zugesichert.  Solchem  Vertrage
darf  man  nicht  offen  zuwider  handeln,  meint  der  Prinz,  nur
mittelbar  muß  man  die  schlesischen  Kaufleute  stören  und  hindern.)

Sollte  der  Prinz  damals  in  tiefster  Seele  noch  nichts  Anderes
  in  Bezug  auf  Schlesien  gedacht  haben,  als  Störung  des
schlesischen  Handels?  Niemand  gibt  davon  Kunde.  Der  Vertrag
von  Hannover,  in  welchem  Frankreich  und  England  dem  preußischen
  Könige  Schlesien  als  Lockspeise  vorhielten,  ähnlich  wie  80
Jahre  später  der  Kaiser  Napoleon  I.  den  König  Friedrich  Wilhelm
  III.  mit  dem  Lande  Hannover  köderte,  jener  Vertrag  stand
in  inniger  Verbindung  mit  den  Planen  der  Mutter  auf  die  Doppelheirath
  ihrer  beiden  Kinder  mit  den  englischen.  Es  ist  fast  mit
Wahrscheinlichkeit  anzunehmen,  daß  der  Prinz  Friedrich  durch  seine
Mutter  von  jenem  Vertrage  Kenntnis  erhalten  habe.  Wenn  dies,
wie  wir  annehmen  dürfen,  geschehen  ist:  so  schlummerte  noch  der
Gedanke  in  seiner  Seele.  Nicht  freilich,  als  ob  er  an  Eroberung
überhaupt  nicht  gedacht  habe.  Während  er  seinem  Vater  Berichte
macht  über  Glashütten  und  Vorwerke,  über  neue  Kulturen  und
über  sein  Bestreben  in  der  Einnahme  des  Amtes  Ruppin  ein  Plus
zu  erzielen,  bewegt  der  19jährige  Prinz  bei  sich  andere  Gedanken  in
Betreff  seiner  Nachbaren.)  Zuerst  ist  er  für  den  Frieden.  „Ein
König  von  Preußen,“  sagt  er,  indem  er  diesen  Namen  im  Voraus
  auf  die  deutschen  Länder  des  Hauses  Brandenburg  überträgt,
„ein  König  von  Preußen  muß  für  jetzt  wegen  der  Lage  seiner

1)  a.  a.  O.  S.  37.  —  2)  Oeuvres  de  Fr.  le  Gr.  XVI.  p.  1.  an
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