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Prinz  fort,  „daß  es  sich  völlig  aus  dem  Staube  erhebe,  in  welchem
es  bislang  gelegen,  damit  es  die  protestantische  Religion  in  Europa
und  im  Reiche  blühend  mache,  damit  es  der  Schutz  der  Betrübten,
die  Stütze  der  Wittwen  und  Waisen,  die  Zuflucht  der  Armen  sei.
Aber  wenn  es  sich  ändert,“  setzt  er  dann  in  gleich  frommer  Salbung
  hinzu,  „wenn  Ungerechtigkeit,  Lauheit  gegen  die  Religion,
Parteilichkeit  und  Laster  die  Oberhand  nähmen:  so  wünsche  ich,
daß  es  zu  Grunde  gehe.“

Es  sind  die  Eroberungsplane  des  Prinzen  vom  Jahre  1731.
Schlesien  ist  damals  noch  darin  nicht  aufgenommen.  Da  der
Prinz  aus  seinen  anderen  unfriedlichen  Gedanken  so  wenig  ein
Hehl  macht:  so  ist  kaum  anzunehmen,  daß  dies  Verschweigen  ein
Willkürliches  ist.  Der  Grund  muß  ein  anderer  sein.  Entweder  dachte
er  nicht  daran,  oder  die  Pietät  gegen  den  Kaiser,  der  drei  Monate
zuvor  ihm  das  Leben  gerettet,  drängte  den  Gedanken  noch  zurück.

Seitdem  der  Prinz  die  Gewogenheit  des  Vaters  wieder  erlangt,
  ist  dieser  auf  seine  Weise  beflissen  für  seinen  Sohn  in
bester  Weise  zu  sorgen.  Er  sieht  sich  nach  einer  Frau  für  ihn  um,
und  es  gelingt  dem  Vater  eine  solche  nach  seiner  Ausicht  passend
zu  finden.  1)  Es  ist  die  Prinzessin  Elisabeth  von  Braunschweig-Bevern.
  Um  Mitternacht  am  4.  Februar  1732  klopft  eine  Stafette
  an  die  Thür  des  Kronprinzen  in  Küstrin.  )  Sie  überbringt
die  Meldung  der  ausgesuchten  Braut.  Der  Brief  ist  eine  seltsame
  Mischung  von  patriarchalischer  Ehrlichkeit  und  Derbheit.  Der
Prinz  mochte  verwundert  diese  neue  väterliche  Gnadengabe  anschauen,
  die  also  wie  vom  Himmel  ihm  zufiel.  Aber  es  galt  hier
nicht  langes  Besinnen.  Noch  in  derselben  Stunde  ging  die  Antwort
des  Prinzen  ab,  mit  der  Versicherung  seines  blinden  Gehorsams.

Die  Umstände  dieser  Heirath  sind  wichtig,  einestheils  mm  das
Berhältnis  darzulegen,  in  welchem  Friedrich  zu  Manneswort  und

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1)  Oeuvres  XXVII.  3.  p.  ö8.  —  2)  Preuß.  Urkundenbuch  II.  206.  Nro.  97.