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ihre  Tochter  zurück!“  In  wie  weit  diese  Worte  des  leidenschaftlich
erregten  Prinzen  gegen  die  Herzogin  Wahrheit  haben,  liegt  nicht
vor;  aber  es  ist  nach  dem  Benehmen  des  Königs  eine  unverkennbare
  Thatsache,  daß  die  Heirath  sein  persönlicher,  eifriger  Wunsch
war.  Auch  erkennt  der  Prinz  diese  Sachlage  sehr  wohl.  „Was
denn  beabsichtigt  der  König?“  sagt  er.  „Will  er  sich  meiner  versichern,
  so  ist  das  nicht  das  Mittel.  Eine  andere  könnte  es  thun,
aber  nicht  eine  béte,  und  es  ist  moralisch  unmöglich  den  Urheber
unseres  Unglückes  zu  lieben.“  Er  drängt  und  fordert:  „Wenn  es
rechtschaffene  Leute  in  der  Welt  gibt:  so  müssen  sie  denken  mich  zu
retten  aus  der  gefährlichsten  Lage,  in  welcher  ich  je  gewesen  bin!“

Es  ist  möglich,  daß  ein  Mensch,  der  an  einem  und  demselben
Tage  zwei  solche  Briefe  über  denselben  Gegenstand  schreibt,  viele
vortreffliche  Eigenschaften  des  Verstandes  habe,  Feldherrntalente  besitze
  und  dergleichen;  allein  seine  Ansprüche  auf  männlichen  Muth
und  männliche  Würde,  auf  Wahrheit  und  Ehrenhaftigkeit  in  der
wichtigsten  Angelegenheit  des  Menschen  als  Individuums  sind  offenbar
  gering.  In  diesem  Sinne  antwortet  Grumbkow.  „Wie,“  ruft
er  aus,  „während  Sie  selbst  dem  Könige  alles  bewilligen,  reden
Sie  zu  mir  in  Verzweiflung  und  verlangen,  daß  ich  mich  auf
meine  Gefahr  in  diese  Angelegenheiten  mischen  soll!“  In  der  That
scheint  die  kalte  Glätte  des  Hofmannes  mit  diesem  Abweisen  nichts
zu  thun  zu  haben:  es  ist  die  moralische  Entrüstung  des  ehrlichen
Mannes,  welche  dem  Prinzen  erwiedert,  wie  er  es  verdient.  Deny
Grumbkow  glaubt  herauszufühlen,  daß  der  Prinz  ihn  für  sich  voran
  ins  Feuer  schicken  will,  ob  es  vielleicht  etwas  hülfe,  und  doch
zugleich  im  Falle  des  Fehlschlagens  eines  solchen  Voranschickens
beflissen  ist  sich  selber  durch  seinen  eigenen  Brief  an  den  Vater
zu  decken.  Dieser  Plan;  wenn  er  vorhanden  war,  ward  vereitelt
dadurch  daß  Grumbkow  den  Brief  des  Prinzen  an  den  König  eher
las,  als  den  Brief  an  ihn  selbst.  Aber  er  lieh  seinem  Unmuthe

scharfe  Worte.  Er  erzählt  dem  Prinzen,  in  welcher  Weise  der  König
Klopp,  der  König  Friedrich  U.  4