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auf  einen  guten  Fuß  setzen  und  wird  sich  bestreben  ihm  zu  zeigen,
daß  man  weiß,  was  man  ist,  und  nicht  dazu  gemacht  sein  will  sich
von  Jedermann  anführen  zu  lassen.“  Solche  Briefe  tragen  nicht
das  Gepräge,  daß  Friedrich  eine  Mittheilung  derselben  an  den  König
durch  Grumbkow  befürchtet,  oder  gar  absichtlich  sie  darauf  einrichtet.
  Vielmehr  fühlt  er  sehr  wohl  und  tief,  daß  der  König  ihm
aus  anderen  Gründen  nicht  traue.  „Ich  thue  alles  was  ich  kann,
dem  Könige  zu  Gefallen,  lasse  exerciren  vom  Morgen  bis  zum
Abend,  schaffe  Rekruten  an,  so  viele  ich  zu  bezahlen  vermag,  mache
Berechnungen  und  Kostenanschläge:  es  hilft  alles  nichts.“  Freilich
das  Mistrauen  in  der  Seele  des  Königs  hat  allzutiefe  Wurzeln
geschlagen,  und  wiederum  saugen  diese  Wurzeln  allzu  reichliche
Nahrung.

Der  Tag  der  Heirath  rückt  heran.  Der  König  treibt  dazu.
Es  scheint  allerdings  der  Zweck  des  ehrlichen  Vaters  gewesen  zu
sein  durch  das  Element  edler  Weiblichkeit,  welche  die  Mitwelt  an
der  Prinzessin  nicht  verkannte,  welche  die  Nachwelt  aus  den  würdevollen
  und  doch  so  milden,  sanften  Briefen  der  tief  gekränkten  Frau
unmittelbar  fühlt,  sänftigend,  versöhnend  auf  den  starren,  unwahren
Sinn  des  Sohnes  zu  wirken.  Dieser  verwahrt  sich.  Er  erklärt
seiner  Schwester::)  „Ich  liebe  die  Prinzessin  nicht.  Ich  habe  Widerwillen
  gegen  sie,  und  unsere  Heirath  bedeutet  nichts;  denn  es  kann
weder  Freundschaft,  noch  Einigung  zwischen  uns  statt  haben.  Davon
  abgesehen  mishandelt  mich  der  König  nicht;  aber  er  mistraut
mir,  und  diese  verfluchte  Heirath  ist  die  Ursache  alles  meines
Kummers."“

Auf  solche  Art  läßt  er  seinen  Unmuth  und  seinen  Widerwillen
aus.  Und  der  Mann,  der  also  gesinnt  ist,  wagt  auch  da  noch
nicht  offen  und  entschieden  seinem  Vater  gegenüber  das  Recht  seiner
menschlichen  Persönlichkeit  auszusprechen.  Er  wagt  nicht  ein  mal

1)  Oeuv.  XXVII.  1.  p.  8.