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das  mit  Recht  geschehen  sei.  Friedrich  Wilhelm,  aufbrausend  und
jähzornig,  wie  er  war,  hat  viele  Worte  gesprochen,  die  er  bei  ruhiger
Ueberlegung  wohl  nicht  immer  selbst  verantwortet  haben  würde.
Deshalb  erscheint  es  uns  nicht  ganz  billig  eine  einzelne  Aeußerung
  der  Leidenschaft  besonders  zu  pressen,  wenn  nicht  derselben
andere  Worte  gleichen  Sinnes  zur  Seite  stehen,  die  aus  ruhigeren
Stimmungen  seines  Gemüthes  geflossen  sind.  So  nänmlich  verhält
es  sich  mit  seinen  Ausdrücken  der  Devotion  gegen  den  Kaiser.  Wir
haben  auf  dieselben  deshalb  Gewicht  zu  legen,  weil  Friedrich  Wilhelm
  sie  nicht  bloß  vielfach  gesprochen,  sondern  auch  niedergeschrieben.
hat,  weil  also  diese  Ausdrücke  auf  eine  constante  Richtung  seiner
Seele  hinzudeuten  scheinen.

Immerhin  hat  nun  doch  Friedrich  Wilhelm  das  Wort  gesprochen,
  und  wäre  es  auch  nur  für  dies  eine  Mal  gewesen.  Es
erhebt  sich  mithin  die  Frage,  welches  war  der  Anlaß,  daß  er  es
gesprochen.  Derselbe  Bericht,  der  uns  das  Wort  überliefert,  gibt
uns  auch  die  Gründe  an.  Der  Kaiser  unterhandelt  mit  Frankreich
  über  die  Friedenspräliminarien,  ohne  den  König  herbei  zu
ziehen.  Aber  es  war  ein  Reichskrieg,  und  dem  Rechte  nach  durfte
der  Kurfürst  von  Brandenburg  nicht  höhere  Rücksichten  beanspruchen,
  als  jeder  andere  Kurfürst,  welcher  der  Pflicht  gemäß  sein
Contingent  stellte.  Es  mochte  von  dem  Kaiser  eine  Unhöflichkeit
sein  nicht  diesem  bedeutenden  Reichsfürsten  Kunde  zu  geben:  ein
Unrecht  war  es  nicht,  weder  moralisch,  noch  staatsrechtlich.
JFerner  hatte  der  Kaiser  damals  seine  Tochter  mit  dem  Herzoge
  von  Lothringen  vermählt,  ohne  es  dem  Könige  anzuzeigen.
Auch  das  mochte  unhöflich  sein.  Ein  Verbrechen  gegen  irgend  welche
an#dere  Rechte  und  Ansprüche  scheint  uns  nicht  darin  zu  liegen.
*Zu  diesen  beiden  Punkten,  die  hervorgehoben  werden,  kamen
##ndere  Vernachlässigungen  des  Kaiserhofes  gegen  den  König.  Da
sie  neben  jenen  nicht  genannt  werden,  darf  man  sie  wohl  als  geringer
  ansehen.  Fassen  wir  Alles  zusammen,  so  ist  das  Benehmen