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tief  einschneidende  Angelegenheit  in  dem  Leben  seines  Vaters  ab.
Wir  haben  gesehen,  wie  es  darum  stand.  Wo  aber  solche  Dinge
vorgebracht  werden,  deren  Wahrheit  an  den  vorher  berichteten
Worten  des  Prinzen  an  den  Kaiser  und  über  den  Kaiser  zu  prüfen
sein  möchte,  da  dürfen  wir  mit  Recht  erwarten,  daß  auch  das  sogenannt
  heilige  Vermächtnis  der  schicksalsvollen  Worte  nicht  fehlen
werde.  Wir  suchen  mithin  danach.  Es  ist  vergeblich.  Weder  dort,
noch  anderswo  erwähnt  Friedrich  dieser  Worte.  Auch  liegt  in  dem
ersten  Berichte,  der  diese  Worte  gebracht  hat,  keine  Andeutung,  daß
Friedrich  sie  vernommen  habe.  Vielmehr  scheint  aus  der  Fassung
desselben  hervor  zu  gehen,  daß  Friedrich  sie  nicht  habe  hören  können.

Demnach  wird  man  sich  genöthigt  sehen  bis  zur  Erbringung
eines  Beweises,  daß  Friedrich  um  diese  Worte  gewußt  habe,  das
Bermächtnis  derselben  an  ihn  einstweilen  fallen  zu  lassen.

Wir  haben  nur  auf  diejenigen  Worte  Friedrich  Wilhelms  an
seinen  Sohn  Gewicht  zu  legen,  welche  der  Vater  über  sein  Verhältnis
  zum  Kaiser  ganz  unzweifelhaft  dem  Sohne  ausgesprochen
hat.  Die  einzige  Erwähnung  des  Verhältnisses  im  warnenden
Sinne  —  denn  ein  eigentlich  feindseliger  Ausdruck  gegen  den  Kaiser
kommt  in  den  Briefen  des  Vaters  an  den  Sohn  niemals  vor  —
finden  wir  in  einem  Briefe  des  Vaters  im  Februar  1736.1)  Gerade
  damals  hatte  der  Kaiser  nach  den  Excessen,  die  Friedrich
Wilhelm  seinen  Truppen  in  friedlichen  Ländern  gestattete,  preußische
Werbungen  in  den  östreichischen  Erblanden  verboten.  Der  Prinz
meint,  dies  Verbot  würde  seinem  Regimente  einen  schweren  Stoß
versetzen,  da  er  seine  besten  Leute  aus  den  kaiserlichen  Erblanden
habe.  Der  Vater  stimmt  zu.  „Daß  das  Verbot  der  Werbung
in  den  Erblanden  dem  Regimente  nicht  vortheilhaft  sei,“  sagt  er,
„dessen  bin  ich  selbst  versichert.  Das  ist  der  Dank  für  die  gestellten
  10,000  Mann  und  für  alle  Deferenz,  die  ich  für  den  Kaiser

)  Oeuvyres  XXVII.  3.  p.  102.