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mehr  erkennen  läßt,  daß  hienieden  kein  beständiges  und  dauerndes
Glück  zu  finden  ist,  und  daß  je  mehr  man  die  Welt  erkennt,  desto
mehr  man  sich  daran  ekelt.“  Er  faßt  den  Entschluß  nach  vollendeter
  Gleichgültigkeit  zu  streben.

Aeußerlich  stehen  die  Dinge  besser.  Die  Revue  des  prinzlichen
  Regimentes  geht  glücklich  von  Statten.  Der  König  umarmt
den  Sohn  vor  der  Fronte  und  macht  ihn  zum  Generalmajor.  Aber
Generalmajor  und  König:  welch  ein  Abstand  zwischen  Wirklichkeit
und  Trauml!

Bei  allem  Streben  nach  vollendeter  Gleichgültigkeit  ist  es  doch
nicht  möglich  die  wahren  Gefühle  so  völlig  zu  verleugnen,  daß  sie
dem  Haufen  der  Späher  und  Auflauerer  nicht  einmal  offenbar
würden.  Der  König  erlaubt  dem  Sohne  erst  in  allgemeinen  Ausdrücken
  den  Feldzug  mitzumachen:  Dann  schlägt  er  jede  Bitte  ab.
Auch  die  dringlich  flehende  Bitte  der  Kronprinzessin  für  den  Prinzen
findet  bei  dem  Vater  kein  Gehör.  Der  Prinz  hat  nur  einen  Ort,
wo  er  seinen  Kummer  ausläßt.  Er  wendet  sich  an  die  Markgräfin:1)
  „Der  König  täuscht  mich;  denn  nachdem  er  mir  alles
versprochen,  was  ich  wünschen  konnte,  hält  er  mir  durchaus  gar
nichts,  und  zwar  auf  die  leichteste  Art  von  der  Welt.  Denn  er
weiß  ja  wohl,  daß  ich  ihn  nicht  zwingen  kann  sein  Wort  zu  halten.
Er  befindet  sich  besser  als  je,  und  wenn  Sie  ihn  wiedersehen,  so
bin  ich  überzeugt,  Sie  werden  sagen,  daß  Sie  ihn  in  10  Jahren
nicht  so  gesehen.  Morgen  muß  ich  nun  nach  Wusterhausen,  um
mich  wieder  in  der  jammervollsten  und  unerträglichsten  Lage  der
Welt  zu  befinden.  Denken  Sie  Sich,  ich  sei  im  Fegefeuer  und
bitten  Sie  für  mich,  daß  ich  herauskomme.“

Er  ernenert  seine  Bitte  den  Feldzug  mitmachen  zu  dürfen  und
abermals  wird  sie  abgeschlagen.  Dann  schreibt  er  dem  Vater:)
„Ich  bin  versichert,  daß  mein  allergnädigster  Vater  seine  Ursachen

1)  a.  a.  O.  p.  32.  —  2)  Oeuv.  XXVI.  3.  p.  96.