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gleichem  Geiste,  wenn  anders  dies  Wort  dafür  verstattet  ist:  „Wie
wird  die  Unsterblichkeit  meiner  Seele  mir  theuer  durch  die  Versicherung,
  welche  E.  K.  H.  mir  so  eben  geben.“

Um  dieselbe  Zeit  tritt  der  Prinz  mit  Voltaire  in  Verbindung.
Man  hat  gesagt,  daß  die  inhaltsleeren,  armen  Blätter,  die  der
Prinz  an  seinen  Vater  schreibt,  fast  einer  anderen  Person  anzugehören
  scheinen,  als  die  von  Geist  und  Witz  erfüllten  Briefe  an
Andere,  namentlich  an  Voltaire.  Es  scheint  uns  doch  ein  Familienzug
  herdurch  zu  gehen,  der  sie  alle  als  Kinder  eines  und  desselben
Geistes  bethätigt.  Dieser  Zug  ist  die  Berechnung  und  dieser  gemäß
der  Mangel  an  Offenheit.  Der  Prinz  Friedrich  bringt  dem  Franzosen,
  dem  ersten  Schriftsteller  der  Zeit,  seine  Huldigungen  dar  in
den  ungemessensten  Ausdrücken,  um  von  diesem  ersten  Schriftsteller
der  Zeit  gleiche  Huldigungen  wieder  zu  empfangen.  Der  Prinz
preist  den  Voltaire  als  den  ersten  Dichter,  Geschichtschreiber,  Philosophen.
  Er  wünscht  für  sich  dasselbe  und  noch  etwas  mehr.  Er
selbst  will  alles  dies  sein  und  König  zugleich:  Aristoteles  und  Alexander
  in  einer  Person.  Darum  diese  Lobeserhebungen,  die  weder
dessen  würdig  find,  der  sie  ertheilt,  noch  dessen,  der  sie  empfängt,
weil  sie  nämlich  maßlos  sind.  Sie  beschränken  sich  nicht  einmal
auf  die  Person  des  Voltaire.  Dieser  lebt  mit  einer  französischen
Marquise  du  Chatelet  seiner  Freundin:  mithin  muß  auch  diese
gepriesen  werden.  Sie  ist  gelehrt  in  den  Naturwissenschaften,  sie
schreibt  ein  Buch  über  das  Feuer.  Der  Prinz  nennt  sie  dafür  die
göttliche  Emilie,  die  Newton-Venus  und  zur  schuldigen  Erwiederung
  beräuchert  sie  ihn  in  gleichem  Maße,  wie  er  sie.  Das  hindert
den  Prinzen  nicht  daheim  im  Freundeskreise  seiner  Spottlust  über
die  gelehrte  Dame  freien  Lauf  zu  lassen,  nur  mit  Verachtung  von
ihr  zu  reden;  aber  einstweilen  bedarf  er  ihrer  guten  Freundschaft
md  guten  Dienste,  um  von  dem  Könige  der  Philosophen  u.  s.  w.
seiner  Zeit  würdig  unter  dieselben  eingeführt  zu  werden.  Beide
Philosophen  helfen  einander  fortan  den  Tempel  des  eigenen  Ruhmes