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dem  Kaiser  anhing,  welches  eben  noch  dem  Kaiser  durch  neue  Verträge
  sich  verbunden  hatte,  dessen  Erbfolger  persönlich  dem  Kaiser
das  Leben  verdankte,  dem  Hause  desselben  irgend  welche  Gefahr
erwachsen  konnte.

Auch  deutet  keines  der  uns  erhaltenen  Worte  des  Prinzen  damals
  bestimmt  auf  eine  solche  Absicht  hin.  Wohl  hat  er  im  Reichskriege
  1731  am  Rheine  im  östreichischen  Heere  und  Lager  reiche
Nahrung  für  seinen  Hang  zum  Spotte  gefunden.  Aber  wir  haben
nicht  das  Recht  daraus  zu  schließen,  daß  er  in  Rücksicht  auf  diese
Schwäche  schon  damals  seinen  Eroberungsplan  gefaßt.  Im  Jahre
1736  erörtert  er  den  politischen  Zustand  von  Europa.  Die  Hauptfrage
  dabei  für  ihn  ist  die,  was  die  französische  Politik  thue,  um
zur  Universalmonarchie  zu  gelangen.  Er  vergleicht  das  Benehmen
des  Hofes  von  Versailles  mit  der  Politik  Philipps  von  Macedonien
gegen  Griechenland.  „Das  Elsaß  und  Lothringen,“  meint  er,  „sind
einst  die  Thermopylen  und  das  Bollwerk  von  Deutschland  gewesen.“
Es  scheint  daraus  zu  folgen,  daß  er  damals  nicht  Willens  gewesen
  sei  noch  andere  Theile  von  Deutschland  in  französische  Hände
fallen  zu  lassen.

Die  Begierde  nach  dem  was  man  Ruhm  nennt,  ist  indessen  im
Steigen.  Er  vernimmt  die  Nachrichten  von  den  Siegen  Münnichs
über  die  Türken.  „Ich  gestehe  Ihnen,“  meldet  er  an  Suhm,t)
„daß  ich  zu  den  Personen  gehöre,  welche  gern  den  Ruhm  Anderer
theilen  möchten,  und  daß  ich  ohne  meine  Philosophie  nur  mit  Unruhe
  so  große  Dinge  ohne  mein  Zuthun  vollbringen  sähe.  Der
Graf  Münnich  scheint  der  Alexander  dieses  Zeitalters  sein  zu  wollen.
Er  gewinnt  Schlachten,  wie  man  Kartenhäuser  umwirft,  und  versteht
  es  Provinzen  eben  so  schnell  zu  erobern,  wie  Andere  sie  durchreisen.
  Es  ist  doch  ein  Glück  zur  rechten  Zeit  in  die  Welt  zu
kommen;  denn  ohne  das  richtet  man  nie  etwas  aus.“  Suhm  er-—

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1)  Oeuv.  XVI.  335.
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