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zu  widerstreben?  —  Im  Juli  1740  fügte  sich  der  Herzog  und
warb  in  seinem  Lande  ein  Regiment  für  den  Dienst  des  neuen
Königs.

Es  ist  uns  über  die  Werbungen  in  den  Ländern  der  Reichsfürsten
  für  fremden  Dienst  ein  Urtheil  des  späteren  Königs  er—
halten.  Einige  Jahre  später  verlangten  und  erhielten  die  Holländer
für  gutes  Geld  Truppen  in  Braunschweig.  Friedrich  verglich  die
Käufer  mit  den  Metzgern,  die  nach  Podolien  wandern,  um  dort
schwere  Ochsen  einzuhandeln.  That  denn  er  etwas  Anderes?  —
Aber,  hält  man  uns  entgegen,  die  Holländer  verwendeten  diese
Truppen  gegen  die  wilden  Völker  in  dem  mörderischen  Klima  Ostindiens.
  Wir  wissen  nicht  zu  entscheiden,  ob  es  schlimmer  ist,
Deutsche  auf  die  Schlachtbank  wilder  Völker  zu  führen,  oder  sie
für  die  Interessen  eines  fürstlichen  Hauses,  das  ihnen  fremd  ist,
gegen  andere  Angehörige  ihrer  eigenen  Nation  sich  verbluten  zu
lassen.  Wesentlich  dürfte  der  Unterschied  nicht  sein.

Während  der  Prinz  diese  Dinge  betrieb,  näherte  sich  der  Vater
dem  Tode.  Wir  dürfen  annehmen,  daß  Friedrich  gemäß  der  Meldung
  an  seine  Schwester  sich  nicht  ein  Dementi  gegeben.  Am  31.
Mai  1740  stirbt  Friedrich  Wilhelm  I.  Der  neue  König  berichtet
das  Ereignis  an  die  verschiedenen  Personen  in  der  Weise,  wie  er
es  seinem  Verhältnisse  zu  denselben  für  angemessen  hält.  Bekannt
sie  seine  Schilderung  an  Voltaire.  Er  wußte  genau,  an  wen  er
schrieb.  Seine  anderen  Berichte  sind  kürzer,  vor  allen  derjenige
an  die  eigene  Gemahlin.  1)  Schon  hat  er  niedergeschrieben:  Le
roi  vient  de  —;  doch  dann  streicht  er  diese  Worte  aus  und  schreibt
statt  dessen:  „Gott  hat  heute  Nachmittag  um  3½  Uhr  über  den
König  verfügt.“  Er  setzt  noch  einige  Worte  über  den  Tod  hinzu.
Dann  folgen  Befehle.  Der  nächste  Brief  enthält  nur  Befehle.
Er  hat  bis  dahin  am  Schlusse  sich  der  Phrase  bedient:  tout  à

1)  Oenv.  XXVI  12.