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vous.  Das  hört  auf.  Höchstens  folgt  noch  am  Schlusse  des
Briefes:  Je  suis  avec  bien  de  FPestime  u.  s.  w.  Wozu  auch
noch  länger  den  Zwang  sich  auferlegen?  Fortan  erhält  die  edle
Frau  nur  dann  noch  einen  etwas  freundlicheren  Brief,)  wenn  sie
auf  ihre  Verwandten,  namentlich  diejenigen  in  Rußland  zu  Gunsten
des  neuen  Königs  politisch  einwirken  soll.  In  diesem  Falle  kommt
selbst  drei  Vierteljahre  nach  dem  Tode  des  Vaters  noch  einmal
das  tout  à  vous  vor.  Von  da  an  werden  die  Briefe  durchaus
herb  und  schroff.  Die  Briefe  der  Königin  dagegen  sind  schüchtern,
voll  Rücksicht  zugleich  und  dennoch  würdig.

Die  Markgräfin,  von  Baireuth  erwiedert  in  derselben  hohlen
Weise,  wie  der  neue  König  ihr  geschrieben.  Sie  meint:?)  „Der
Tod  eines  Vaters  kann  nicht  anders  als  empfindlich  sein  für
Kinder,  welche  jederzeit  sich  der  Achtung  für  ihre  Eltern  bestrebt
haben.  Allein  da  das  Uebel  ohne  Heilmittel  ist,  so  wende  ich  alle
meine  Gedanken  dahin  Ew.  Majestät  Heil  und  Glück  für  Ihre
Regierung  zu  wünschen.“  Es  dient  zur  Charakteristik  dieser  Frau,
daß  sie  später  in  ihre  Denkwürdigkeiten  niederlegt:  ihr  Bruder
habe  ihr  seine  Thronbesteigung  Monatelang  nicht  kund  gethan,  da
doch  aus  den  ersten  Tagen  drei  Briefe  vorliegen.

Eine  neue  Welt  schien  nun  zu  erblühen.  Der  Vater  hatte
alle  Wissenschaft  und  Kunst  als  unpraktisch  verachtet.  Der  Sohn
erstrebte  Ruhm  auf  allem  und  jedem  Gebiete  des  Lebens.  Er
trug  sich  mit  der  Hoffnung  in  Berlin  alles  zu  versammeln,  was
die  Zeit  an  Koryphäen  der  Wissenschaft  aufweise.3)  Der  Vater
hatte  die  Akademie  geduldet,  aber  unter  dem  Vorsitze  von  Gundling.
  Friedrich  berief  den  berühmten  Franzosen  Maupertuis  als
Präsidenten  zur  Neugestaltung  dieser  Akademie.")  Friedrich  strich
vom  Budget  der  Akademie  die  Ausgabe  für  die  königlichen  Hof-1)

  a.  a.  O.  p.  18.  —  2)  Oeuv.  XXVII.  1  82.  —  3)  a.  a.  O.  F.  88.
4)  Oenv.  XVI.  335.