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Dieser  selben  Anschauung  ferner  gemäß  kündigt  der  deutsche
König  Friedrich  II.  dem  Franzosen  an,  daß  er  am  17.  August
losbrechen  werde,  mit  100,000  Mann,  zum  Vortheile  der
Franzosen  im  Elsaß.  Mit  bitterem  Verdrusse  sieht  er,  daß
die  Franzosen  gleich  zu  Anfang  seine  Erwartungen  nicht  erfüllen:
sie  vernichten  weder  das  deutsche  Heer  des  Herzogs  von  Lothringen,
noch  brechen  sie  in  Westfalen  ein.  Welch  ein  Schmerz  für  einen
deutschen  König!

Friedrich  II.  hat  nicht  bloß  dem  Franzosenkönige  vorgegeben,
daß  es  seine  Absicht  sei  in  Böhmen  zu  Gunsten  der  Franzosen  in
Elsaß  zu  wirken.  Er  legt  es  selbst  ausdrücklich  in  seinem  Geschichtsbuch
  für  die  Nachwelt  nieder,  daß  er  in  Böhmen  eingerückt  sei,
um  Maria  Theresia  zu  zwingen  ihre  Truppen  aus  dem  Elsaß
zurück  zu  rufen.  Er  forderte  zu  diesem  Zwecke  den  Durchmarsch
durch  das  Kurfürstenthum  Sachsen.  Aber  indem  er  forderte,
standen  die  preußischen  Truppen  schon  auf  sächsischem  Boden.  Es
kommt  dem  Könige  seltsam  vor,  daß  die  Sachsen  protestirten.
Sie  schrieen  wider  ein  Verfahren,  sagt  er,  dessen  Hauptzweck  dahin
ging  das  Reich  vor  der  Beschimpfung  zu  bewahren  seinen  Kaiser
unterdrückt  und  entthront  zu  sehen.  Die  ganze  Aufführung  der
Sachsen,  sagt  er,  zeigte  ihren  bösen  Willen.  Freilich,  er  meinte  es
so  gut  mit  ihnen.  Sie  sollten  nur  die  Kosten  seines  Kriegszuges
durch  ihr  Land  bezahlen.  Und  dann  verkündete  er,  daß  er  seinen
Krieg  unternähme  zur  Aufrechthaltung  der  deutschen  Freiheit  und
zum  Schutze  des  Reichsoberhauptes.  Was  doch  konnte  ein  deutscher
Patriot  mehr  wollen  als  dies?

Dies  Mal  indessen  war  der  Feldzug  nicht  so  glücklich.  Einer  der
wesentlichsten  Gründe,  weshalb  der  König  im  Jahre  1744  nichts  gewinnen
  konnte,  scheint  die  allgemeine  Abneigung  der  Böhmen  gewesen
zu  sein.  Die  Preußen  fanden  die  Dörfer  verlassen,  die  Einwohner
verbargen  sich  mit  ihren  Lebensmitteln  in  Wälder  und  Schluchten.