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mals  nur  in  der  bestimmten  Absicht  geschieht  das  also  Versprochene
nicht  zu  halten.

Indessen  sah  er  bald,  daß  die  Franzosen  wenig  thun  würden.
Er  entwarf  für  sie  den  Plan  eines  Feldzugs  auf  deutschem  Boden.
Denn  dies  war  der  Unterschied  zwischen  den  Ansichten  der  französischen
  Minister  und  des  deutschen  Reichsfürsten.  Jene  wollten
den  Krieg  gegen  das  Haus  Oestreich  hauptsächlich  in  Flandern
führen,  der  deutsche  Reichsfürst  verlangte,  daß  sie  Deutschland
überschwemmten  und  nach  verschiedenen  Richtungen  sich  ausbreiteten,
  um  nicht  bloß  den  Kurfürsten  von  Hannover,  sondern  auch
die  Reichskreise  in  Zaum  zu  halten.  Die  Worte  des  Planes  selbst
legen  mittelbar  den  Unwillen  der  Deutschen  über  die  verrätherische
Politik  des  Preußenkönigs  vor  Augen.  Nur  durch  dieses  Mittel
meinte  er,  würden  die  Franzosen  die  deutsche  Kaiserwahl  beherrschen.


Die  Franzosen  thaten  nichts  Rechtes,  und  es  kam  nun  für
Friedrich  nicht  darauf  an,  ob  er  auch  Böhmen  erobern,  sondern  nur,
ob  er  Schlesien  behalten  könne.  Der  vielfach  von  ihm  mishandelte
Kurfürst  von  Sachsen  stand  zu  der  Königin.  Wenn  es  damals
gelang  den  friedelosen  Emporkömmling  nieder  zu  schlagen:  so  war
für  die  deutsche  Nation  noch  nichts  verloren.  Die  Bande  derselben
und  des  Reiches  konnten  abermals  sich  kräftigen,  damit  von  da  an
der  Westen  und  der  Osten  Deutschland  wieder  geeinigt  finde  zur  gemeinsamen
  Abwehr.  Nicht  also  war  es  beschieden.  Das  überlegene
  Geschick  Friedrichs  im  Kriege  bestätigte  ihm  abermals  den
Besitz  des  schönen  Landes.

Seine  anderen  Hoffnungen  indessen  scheiterten.  Er  ließ  nicht
ab  die  Franzosen  zu  bestürmen,  daß  sie  mit  gesammter  Macht  sich
um  Frankfurt  legen  möchten,  um  entweder  die  Kaiserwahl  zu  verhindern,
  oder  zu  lenken  nach  ihrem  Willen.  Ludwig  versprach  es.
Allein  es  geschah  nicht.  In  den  Fürsten  des  Reiches  lebte  stärker
als  zuvor  die  alte  Anhänglichkeit  an  das  Haus  Oestreich  wieder