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dadurch  die  Truppen  derselben  insgesammt  gegen  ihn  verfügbar
wurden.  Darum  war  er  bedacht  seinen  Frieden  zuvor  zu  schließen.
Derselbe  Mann,  der  als  Grundlage  des  Bündnisses  gefordert  hatte,
daß  nicht  ein  Theil  Frieden  schließe  ohne  den  anderen,  beeilte  sich
nun  Frankreich  darin  zuvorzukommen.  Man  kann  nur  Frieden
machen,  sagt  er,  so  lange  man  mit  den  Waffen  glücklich  ist.  Wenn
man  unterliegt,  findet  man  den  Feind  nicht  geneigt  zur  Versöhnung.
Es  gelang.  Seine  Erbietungen  fanden  Aufnahme.  Der  Dresdener
  Friede  wurde  auf  Grundlage  des  Breslauer  geschlossen.
Schlesien  verblieb  dem  Könige  als  souveränes  Herzogthum.  Dafür
  erkannte  er  Franz  I.  als  deutschen  Kaiser  an.

Ludwig  XV.  führte  schwere  Klage.  Sie  ward  in  häfliche,
freundliche  Worte  eingekleidet,  aber  zugleich  mit  einer  feinen  Ironie,
die  Friedrich  II.  sehr  wohl  fühlte.  Er  vertheidigte  sich.  „Da  der
Kaiser  todt  ist,  da  die  östreichischen  Truppen  nicht  mehr  im  Elsaß
stehen:  so  ist  jeder  Grund  zum  Kriege  weggefallen.“  Also  deshalb
allein  hatte  er  den  Krieg  unternommen?

Es  ist  noch  nöthig  einen  Blick  auf  die  Vertheidigung  zu  werfen,
  mit  welcher  der  Bekämpfer  des  Machiavelli  wegen  seines  Verhaltens
  in  dieser  Zeit  vor  die  Nachwelt  getreten  ist.  Wir  erinnern
uns  zuvor  an  sein  königliches  Wort:  die  Welt  wird  Machiavelli
verachten  und  sich  überzeugen,  daß  die  wahre  Politik  der  Könige,
einzig  auf  Gerechtigkeit,  Einsicht  und  Güte  gestützt,  in  jeder  Beziehung
  dem  schreckensvollen  Systeme  vorzuziehen  ist,  welches  Machiavelli
  so  unverschämt  der  Welt  dargeboten  hat.

Es  ist  mithin  nicht  unser  Maßstab,  den  wir  an  den  König
Friedrich  II.  legen,  sondern  seine  eigenen  Worte.  Hören  wir  ihn,
wie  er  dreißig  Jahre  später  sich  darüber  aussprach.

„Die  Nachwelt  wird  vielleicht  mit  Erstaunen  in  meinem  Buche
den  Bericht  lesen  von  geschlossenen  und  gebrochenen  Verträgen.  Obgleich
  solche  Beispiele  in  der  Geschichte  gewöhnlich  sind:  so  würde