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die  inneren  Angelegenheiten,  wie  die  auswärtigen.  Ein  solcher
Fürst  füllt  in  seiner  Person  die  Posten  der  ersten  Beamten  aus:
er  ist  oberster  Richter,  er  ist  General,  er  ist  Großschatzmeister.  Er
hat  nach  dem  Beispiele  Gottes,  welcher  sich  einer  der  menschlichen
Einsicht  überlegenen  Weisheit  zur  Vollführung  seines  Willens  bedient,
  eine  durchdringende  und  arbeitsame  Seele,  um  seine  Plane
durchzusetzen,  um  im  Kleinen  zu  thun,  was  er  im  Großen  entworfen
  hat.  Seine  Minister  sind  nur  Werkzeuge  in  der  Hand
eines  weisen  und  geschickten  Meisters.“  «

Die  Worte  sind  das  Programm  der  Regierung  Friedrichs  II.
In  der  Vollkraft  des  Lebens,  an  der  Schwelle  jugendlicher  Manneskraft,
  mit  ungewöhnlichen  geistigen  Fähigkeiten  ausgerüstet,  verspürte
  er  in  sich  die  Kraft  diese  Worte  zur  Wahrheit  zu  machen.
Lange  genug  hatte  er  geseufzt  in  schwerer  Dienstbarkeit:  fortan
wollte  er  herrschen  und  er  allein.  Seine  beiden  Kriege,  die  er
unternahm  wider  den  Rath,  wider  die  Neigung,  wider  Wunsch  und
Willen  aller  seiner  Unterthanen,  nur  nach  seinem  eigenen  Sinne
hatten  der  Welt  den  Beweis  dargeboten,  daß  jene  Worte  nicht  umsonst
  geschrieben  seien.  Er  hatte  sich  bewährt  als  Politiker,  nach
dem  ersten  Treffen  von  Mollwitz  auch  als  General.  Er  wollte
sich  nun  bewähren  durch  die  Leitung  seines  Staates  im  Inneren,
und  zwar  nach  seinem  Sinne.

Dies  indessen  war  nur  die  Form.  Dieselbe  bedurfte  noch
eines  realen  Gehaltes,  eines  Zweckes  wozu.  „Die  Ameisen,“  sagt
der  König,  „sammeln  im  Sommer,  damit  sie  im  Winter  zu  verzehren
  haben.“  Der  Winter  eines  geordneten  staatlichen  Lebens
ist  der  Krieg.  Für  diesen  also  hatte  man  im  Sommer  des
Friedens  zu  sorgen.  Und  dann  war  die  weitere  Frage:  Krieg
gegen  wen?  »-Der

  erste,  freilich  Monate  lang  vorher  erwogene  öffentliche
Schritt  des  jungen  Königs  hatte  unwiderruflich  über  sein  Leben
entschieden.  Das  böse  Gewissen  mahnte  ihn  an  Oestteich,  erinnerte