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Versicherung  des  Ministers  doch  die  Million  für  das  Getreide  mit
in  Anschlag  bringen.  Es  bleiben  also  für  fünf  Millionen  Werth
an  Getreide  für  die  Einwohner  des  preußischen  Staates  zur  Verzehrung
  während  eines  Jahres.  Also  die  Tabelle  des  Ministers
Herzberg  für  seinen  König.

Nach  den  Tabellen  der  Bevölkerung,  die  derselbe  Minister
seinem  Könige  einreichte,  hatten  die  Länder  desselben  in  den  letzten
Jahren  fünf  und  eine  halbe  Million  Einwohner.  Streichen  wir
die  halbe  Million  zu  Gunsten  des  Ministers  ab:  so  hatten  die
fünf  Millionen  Einwohner  für  fünf  Millionen  Thaler  an  Getreide
zu  verzehren,  das  heißt  der  einzelne  Mensch  hatte  im  Jahre  für
einen  Thaler  Brot  zu  verzehren,  an  jedem  einzelnen  Tage  für  vier
Fünftel  eines  Pfennigs.  Der  Durchschnittspreis  des  Rockens  im
achtzehnten  Jahrhunderte  war  etwa  64  Thlr.  für  die  Last  von  4000
Pfund,")  mithin  etwa  63  Pfund  Rocken  für  einen  Thaler.  Das
heißt  also:  jeder  Mensch  im  preußischen  Staate  hatte  wöchentlich
etwa  ein  Pfund  Brot  zu  verzehren.

Das  ist  das  Ergebnis  der  Tabellen  des  Ministers  Herzberg.
Man  sieht,  daß  sie  auf  Glaubwürdigkeit  auch  nicht  den  leisesten
Anspruch  haben.

Solche  Tabellen  nun  bis  ins  Kleinste  ausgeführt,  legte  man
dem  Könige  Friedrich  II.  vor.  Er  studierte  sie  und  genehmigte  sie,
weil  sie  seinem  Sinne  entsprachen.  Die  Fabriken  waren  nach
solchen  Tabellen  ja  so  productiv,  so  ungleich  productiver,  als  der
Ackerbau.  34  Millionen  der  Ertrag  des  Fabrikwesens,  und  6
Millionen  derjenige  der  Bodencultur:  wer  konnte  da  in  seiner
Entscheidung  noch  zaundern?  Die  Fabriken  lockten  Menschen  herbei.
Sie  hielten  das  Geld  im  Lande.  Sie  zogen  sogar  fremdes  Geld
herein;  denn,  wenn  sie  gut  waren,  so  kaufte  das  Ausland  die  Erzeugnisse
  derselben.  Und  das  war  ja  reiner  Gewinn,  von  welchem

1)  Diese  Berechnung  in  der  Geschichte  Ostfrieslands  von  dem  Verfasser.  S.  444.