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hauche  eines  nahenden  Kriegsgewitters  auffliegen  mußten.  Also
ist  es  geschehen.

Einige  Jahre  später  sprach  der  König  seine  Ansicht  über  eine
Kriegsflotte  in  folgenden  Worten  aus.  „Es  gibt  Staaten,  die  vermöge
  ihrer  Lage  und  Verfassung  Seemächte  sein  müssen.  Dergleichen
sind  England,  Holland,  Frankreich,  Spanien,  Dänemark.  Diese
sind  von  der  See  umgeben,  und  die  entfernten  Colonien,  welche  sie
besitzen,  nöthigen  sie  Schiffe  zu  haben,  um  die  Verbindung  und
den  Handel  zwischen  dem  Mutterlande  und  jenen  abgesonderten
Gliedern  zu  unterhalten.  Es  gibt  andere  Staaten,  wie  Oestreich,
Polen,  Preußen  und  selbst  Rußland,  von  denen  einige  eine  Flotte
entbehren  können,  und  die  anderen  einen  unverzeihlichen  Staatsfehler
  begehen  würden,  wenn  sie  ihre  Macht  theilten  und  Truppen
in  See  gehen  ließen,  welche  fie  höchst  nöthig  auf  dem  Lande  gebrauchen.“


Der  König  vertritt  in  diesen  Worten  die  Ansicht,  als  ob  eine
Kriegsflotte  Kräfte  verzehre,  ohne  Ersatz  dafür  zu  bringen.  Die
Geschichte  lehrt  das  Gegentheil.  Das  bedeutungsvolle  Wort  des
Kanzlers  Baco:  Wer  das  Meer  beherrscht,  beherrscht  die  Erde,
ward  seit  Elisabeth  der  Grundzug  der  englischen  Regierungen  und
der  Nation.  Nicht  der  Handel  hat  die  Kriegsflotten  seit  Elisabeth
und  Wilhelm  von  Oranien  geboren.  Die  Kriegsflotten  von  Holland
  und  England  gegen  das  Ende  des  sechszehnten  Jahrhunderts
sind  eher  groß  und  mächtig  gewesen,  als  die  Handelsflotten  zahlreich
  waren.  Erst  unter  dem  Schutze,  unter  dem  beschirmenden
Schatten  der  Kriegsschiffe  wuchsen  die  holländischen  und  englischen
Handelsflotten  empor,  erdrückten  die  deutsche  Hansa,  und  machten
fortan  jede  Concurrenz,  die  nicht  ihr  letztes  Wort  aus  dem  Munde
der  Kanonen  sprach,  unmöglich.  Die  Colonien,  um  derer  willen
nach  der  Meinung  des  Königs  für  andere  Staaten  eine  Kriéègsflotte
nöthig  erschien,  waren  diesen  nicht  zugefallen  wie  ein  Geschenk  des
Himmels,  sondern  auch  die  Anlage  und  Erwerbung  derselben  war