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die  einzige  Ursache  des  raschen  Fortschrittes  derselben.  Seit  der
Zeit  des  Claudius  bildeten  die  Christen  zahlreiche  Versammlungen,
wo  sie  ihre  Agapen,  das  ist  ihre  gemeinschaftlichen  Liebesmahle
einnahmen.  Die  Beherrscher  wurden  argwöhnisch.  Aus  Furcht
vor  Complotten  verboten  sie  die  Versammlungen.  Der  Eifer  der
Frommen  trotzte  den  Verboten  des  Senates.  Einige  Fanatiker
störten  die  Opfer  des  Volkes,  und  trieben  ihre  fromme  Unverschämtheit
  so  weit  die  Götzenbilder  umzustürzen.  Andere  zerrissen
die  Edikte  der  Kaiser.  Unter  den  Legionen  gab  es  Christen,  welche
wagten  den  Befehlen  ihrer  Oberen  nicht  zu  gehorchen.  Daher
entsprangen  die  Verfolgungen,  deren  die  Kirche  sich  rühmt.  Daher
  das  gerechte  Todesurtheil  über  einige  Christen,  welche  man
bestrafte  als  Ungehorsame  gegen  die  Gesetze  des  Staates  und  als
Störer  des  öffentlichen  Cultus.  Die  Christen  vergötterten  die
Eiferer.  Die  heidnischen  Henker  bevölkerten  das  Paradies.  Nach
solchen  Executionen  sammelten  die  Priester  die  Gebeine  der  Hingerichteten
  und  gaben  ihnen  ein  ehrenhaftes  Begräbnis.  Es  war
ferner  die  Folge,  daß  an  diesen  Gräbern  Wunder  geschahen.  Das
Volk  stumpf  in  seinem  Aberglauben  ehrte  die  Asche  der  Märtyrer.
Bald  stellte  man  ihre  Bilder  in  die  Kirchen.  Heilige  Betrüger,
die  einander  überboten,  führten  unmerklich  den  Gebrauch  der  Anrufung
  der  Heiligen  ein.  Da  indessen  dieser  Gebrauch  dem  Christenthume
  entgegen  war,  besonders  dem  Gesetze  des  Moses,  glaubten
sie  den  Schein  zu  retten,  indem  sie  Anbeten  und  Anrufen  unterschieden.
  Das  Volk  unterscheidet  nicht,  und  betet  dummehrlich  die
Heiligen  an.“

„Damals  hatte  die  Kirche  noch  keine  Macht.  Der  Eifer  der
Priester  beschränkte  sich  auf  leeren  Zank.  Sie  hatten  noch  keine
Mittel  in  Händen,  um  die  Gegner  zu  verfolgen  und  sie  zu  der
eigenen  Ansicht  zu  zwingen.  Mit  dem  Beginne  des  vierten  Jahrhunderts,
  als  Constantin  sich  aus  Gründen  der  Politik  zum  Beschützer
  der  Kirche  erklärte,  wandelte  sich  alles.  Von  einem  Concile

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