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Von  seinem  Pontifikate  datirte  der  Despotismus  der  Kirche.  Seine
Nachfolger  verliehen  den  Geistlichen  die  Privilegien,  deren  die  alten
Tribunen  von  Rom  sich  erfreut  hatten:  ihre  Personen  wurden  unverletzlich,
  damit  sie  völlig  der  Macht  ihrer  rechtmäßigen  Fürsten
entzogen  würden.  Durch  dieses  Mittel  sicherte  sich  der  Bischof  von
Rom  eine  Miliz,  die  bereit  war  in  allen  Reichen  der  Erde  nach
seinen  Befehlen  zu  kämpfen.“

In  diesem  Sinne  erörtert  der  König  weiter  die  kirchliche  Macht
des  Mittelalters.  Er  spricht  von  den  Kreuzzügen,  von  dem  Uebel,
das  sie  über  die  Menschen  brachten.  Eine  Lichtseite  irgend  welcher
Art  der  Kirche  des  Mittelalters  ist  seinen  Augen  nicht  erreichbar.
Er  kommt  endlich  auf  den  Verkauf  des  Ablasses.

„Der  menschliche  Geist,“  sagt  er  weiter,  „ist  nur  eines  gewissen
  Grades  von  Geduld  fähig.  Der  Ehrgeiz  dagegen  kennt  keine
Grenzen.  Die  Päpste,  die  seit  so  vielen  Jahrhunderten  die  Menschen
  betrogen  hatten,  konnten  nicht  vorhersehen,  daß  sie  dabei  die
geringste  Gefahr  liefen.“

„Ein  Mönch  in  Sachsen,  muthig  bis  zur  Verwegenheit,  mit
starker  Einbildung  begabt,  fähig  zum  Ausbeuten  der  Gährung,  in
welcher  die  Gemüther  sich  befanden,  wurde  das  Haupt  der  Partei,
die  sich  gegen  Rom  erklärte.  Dieser  Bellerophon  zertrat  die  Chimäre,
  und  der  Zauber  ward  zerstört.  Wenn  man  bei  den  groben
Gemeinheiten  des  Stiles  stehen  bleibt:  so  erscheint  Luther  nur  als
ein  wild  aufgeregter  Mönch,  als  der  barbarische  Schriftsteller  eines
ungebildeten  Volkes.  Wenn  man  ihm  mit  Recht  Invectiven  vorwirft
  und  selbst  zahllose  Injurien:  so  muß  man  erwägen,  daß  diejenigen,
  für  welche  er  schrieb,  durch  Zornesausbrüche  in  Bewegung
kamen  und  Gründe  nicht  begriffen.  Betrachten  wir  indessen  das
Werk  der  Reformation  in  der  Hauptsache:  so  muß  man  anerkennen,
  daß  der  menschliche  Geist  ihm  einen  Theil  seiner  Fortschritte
verdankt.  Wenn  Luther  nichts  Anderes  gethan  als  die  Fürsten  und
Völker  von  der  knechtischen  Sklaverei  zu  befreien,  in  welcher  Rom