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Augen  ein  tiefer  Schatten  auf  das  Bild  des  Großvaters,  des  ersten
Königs  in  Preußen.

„Der  Kurfürst  Friedrich  III.“  sagt  der  Enkel,  „klagte  Frankreich
  an  für  allen  Verdruß,  den  seine  Stiefmutter  ihm  gemacht,
weil  sie  aus  Gründen  des  Interesses  Friedrich  Wilhelm  in  die
Partei  Ludwigs  XIV.  verwickelt  habe.  Er  war  erfüllt  von  blindem
Hasse  gegen  alles,  was  französisch  hieß.  Die  Parteigänger  des
Kaisers  nährten  diesen  Haß,  weil  sie  Vortheil  davon  hatten.  Sie
steigerten  diesen  Haß  durch  das  Trugbild  einer  Universalmonarchie
Ludwigs  XIV.,  mit  welchem  sie  halb  Europa  in  Schrecken  setzten.
Deutschland  wurde  durch  diese  kindische  Maschine  oft  in  Bewegung
gebracht  und  in  einen  Krieg  gestürzt,  welcher  ihm  fremd  war.  Allein
wie  endlich  die  Schneide  auch  der  besten  Waffen  sich  abstumpft:  so
verloren  auch  diese  Argumente  an  Kraft,  und  die  deutschen  Fürsten
begriffen,  daß  wenn  ein  Despotismus  zu  fürchten  war,  es  nicht
derjenige  Ludwigs  XIV.  sei.“

Also  derjenige  des  deutschen  Kaisers?  Das  Oberhaupt  des
Reiches  selbst,  der  Schlußstein  des  Rechtszustandes,  welcher  nicht
bloß  den  Fürsten,  sondern  jedem  einzelnen  Deutschen  damals  den
Besitz  seiner  Habe  und  seines  Rechtes  verbürgte?  Die  Veschuldigung
ist  seltsam.  Aber  der  König  fährt  fort:

„In  jener  Zeit  war  der  Zauber  noch  in  seiner  ersten  Kraft.
Er  wirkte  mit  Macht  auf  einen  Geist,  der  durch  seine  Vorurtheile
vorbereitet  war  zur  günstigen  Aufnahme.  Der  Kurfürst  Friedrich  III.
glaubte  sich  also  verpflichtet  dem  Kaiser  zu  helfen.“

Es  ist  hier  die  Rede  von  dem  Jahre  1689,  von  dem  Mordbrennen
  Melacs  in  der  Pfalz.  Und  daß  hier  der  Kurfürst  Friedrich
seine  Truppen  mit  stellte  zur  Abwehr  des  grausigen  Feindes,  nennt
der  Enkel  das  Vorurtheil  eines  schwachen  Geistes!

Friedrich  geht  weiter  auf  dieser  Bahn.  Er  schildert  die  Anstrengungen
  des  Oraniers  Wilhelm  III.,  um  Europa  gegen  Ludwig  XIV.

in  die  Waffen  zu  bringen,  als  Intriguen,  die  den  Zweck  hatten  den
Klopp,  der  König  Friedrich  II.  14